Destiny 2 Die Hexenkönigin PS5

Bereits am 22. Februar 2022 wurde Destiny 2 Die Hexenkönigin von Bungie veröffentlicht. Mich hatte es schon vor dem ersten DLC aus dem Spiel geholt, weil für mich persönlich zu wenig Inhalt und zu viel Grind auf der Tagesordnung standen. Zudem war der erste Raid schnell abgefrühstückt, sodass für mich persönlich schnell Langeweile aufkam. Auch das Farmen nach Legendarys und der Besuch bei Xûr bezüglich seinem sich stetig ändernden Angebots, hat mir irgendwann nicht mehr gereicht. Den hohen Schwierigkeitsgrad habe ich links liegen gelassen, denn immer wenn man Progress erzielt hat wurde einem später in die Fresse gehauen, weil entweder Munitionsmangel herrschte oder aber nicht vorhandene Wiedereinstiegszonen zeigten, dass hier noch Luft nach oben war. Ein harter Schwierigkeitsgrad soll schon herausfordernd sein, aber zwanghaft in den Nahkampf müssen und dann kurz vor Ende einer Passage doch noch getötet werden, um dann alles von Vorne machen zu dürfen ist auf Dauer mehr Frust als Spaß. Und das war mitunter ein weiterer Punkt, warum ich Destiny 2 beiseite gelegt habe.

Jetzt mit dem DLC „Die Hexenkönigin“ hat mir Bungie die Möglichkeit gegeben Destiny 2 in einem neuen Licht zu sehen – toller Wortwitz. Wir haben den neuen DLC von Bungie für die Playstation 5 erhalten und möchten euch in diesem Review sagen, warum Bungie es neben GT7 und auch Elden Ring schafft mich wieder zu den Hütern zu holen.

Savathûn – die Hexenkönigin

Im neusten DLC geht es um die Hexenkönigin Savathûn. Es geht zum einen darum wer sie ist, was sie für eine Rolle spielt und was ihre Pläne für die Hüter und den Reisenden sind. In diesem Atemzug wird eine neue Gegnerform präsentiert. Es handelt sich um die Licht-Schar. Das sind Schar Wesen die die Kraft der Hüter nutzen können und mit einigen Vorteilen daherkommen. So können sie unter anderem Geister nutzen, um aus ihrem Ableben zu entfliehen. Wie und warum das so ist, darüber soll die Kampagne Aufschluss geben. Und sie ist natürlich Wegbereiter für kommende Inhalte und DLCs. Auch hat mit Release des DLCs die neue Season 16 „Saison der Auferstandenen“ begonnen, die ebenfalls noch mal neue Inhalte und Missionen bereithält bzw. euch Triumphe für die Hexenkönigin – Inhalte bereitstellt.

Mit „Die Hexenkönigin“ dürfen wir Savathûns Thronwelt bereisen. Auf der einen Seite bekommen wir es mit pompösen Bauwerken und farbenprächtigen Gärten zu tun, während auf der anderen Seite der Morast und das Miasma den tristen und Counter-Part übernimmt. Richtig genial an der Thronwelt und auch ein passendes Feature für die Herrin der Lügen, sind Spheren, die wir einsammeln um so Allerlei versteckte Items, Barrieren oder Durchgänge sichtbar zu machen. Somit entstehen dann interessante Sprungpassagen oder auch Suchspiele.

Riesiger Pluspunkt für das Spiel ist, dass Bungie nun endlich zusammenhängende Missionen veröffentlicht ohne unnötige Streckmissionen dazwischen zu packen. So entfällt es unter anderem ein Item mit Glimmer zur Aktivierung zu zwingen oder mit einer bestimmten Waffe x-Kills zu erzielen.

Solltet ihr mit der Kampagne fertig sein, werden auch diverse neue Aktivitäten freigeschaltet und ihr könnt den neuen Raid „Der Schwur des Schülers“ mit einem Fireteam aus 6 Spielern betreten. Hier gibt es dann wieder die beste Ausrüstung für das Powerlevel und zudem eine Weekly Quest mit einem Spitzenausrüstung-Engramm.

Crafting meets Destiny 2

Mit dem DLC habt ihr Zugriff auf eine neue Waffengattung. Ziemlich zum Start der Kampagne dürfen wir einen Waffenbauplan ergattern und diesen an der Waffenschmiede bauen. Dabei handelt es sich um die Gelven, die sich als Nahkampfwaffe, als Schusswaffe mit Spezial-Munition und als Schutzschild nutzen lässt. Aber nicht nur die Gelven können wir an der auf dem Mars lokalisierte Enklave zusammen setzen, sondern jegliche Waffe deren Bauplan wir im Laufe der Kampagne, von Events oder Schlachtzügen ergattern.

Das coole „Feature“ am Bau(en) der Waffe(n) ist, dass wir dann noch bestimmen können, mit welchem Perks wir die(se) ausstatten möchten – vorausgesetzt wir haben auch die Materialien dafür. Wenn wir mit der gecrafteten Waffe spielen, können wir diese leveln und so bessere Perks freischalten. Haben wir uns einmal versehen, dann können wir auch ganz einfach „umformen“.

Infundieren, also das aufwerten von Gegenständen beim Verzehr eines besseren Gegenstandes, funktioniert nach wie vor, sollte allerdings mit Bedacht gewählt werden. Epische Items erhalten oft nur 1 Energie, womit wir dann lediglich einen Perk ausgestattet bekommen. Mehr Energie gleich mehr Perks.

Und wenn nun schon im Spiel herum gebaut werden darf, so auch an den Klassen selber. Bungie hat begonnen den Klassen neue „Talentbäume“ zu spendieren und der Leerebaum war der erste, welcher überarbeitet wurde. Jetzt könnt ihr neben Fähigkeiten noch Aspekte und Fragmente wählen. Aspekte dienen dazu eure Fähigkeiten noch einmal mit weiteren Aktionen zu bestücken. So ist es beim Warlock zum Beispiel möglich „Kind der Alten Götter“ zu wählen und somit eine Leeren-Seele zu erzeugen, die auf das von euch gewählte Ziel zufliegt. Wird das Ziel dadurch getötet, so erhaltet ihr weitere Boni in Form von Stärkung und Munition. Dann haben wir noch die Fragmente. Im Gegensatz zu den Aspekten wirken diese sich auf eure gesamten Fähigkeiten aus. So kann man beispielsweise Ziele explodieren lassen oder bekommt Energieaufladung bei einem Nahkampf-Kill.

Im Folgenden sollen auch noch die von Arkus und Solar folgen. Somit habt ihr dann die totale Kontrolle über Art und Weise der Fäigkeiten und somit gibt es unter den Titanen, Warlocks und Huntern auch ein bisschen eigene Individualität – das gefällt uns sehr!

Ansonsten wurde auch mit der Veröffentlichung der neuen Season bzw. des DLC, Content in den Destiny Vault verschoben, um Platz zu bekommen und das Spiel somit weiter zu optimieren. Somit sind Inhalte aus Forsaken und die Wirrbucht nun erst einmal eingemottet und der HELM Posten ist bis auf einige Psi Ops Operationen leergefegt.

Und hier sehe ich ein Problem bei Destiny 2. Inhalte, wie auch die Ursprungsversion sind in den Vault verschoben und werden mit einigen Notizen ersetzt. Gerade neue Spieler werden nun in die Welt „geschmissen“ ohne auch nur zu wissen wer der Reisende ist, warum das Kosmodrom seine Daseinsberechtigung hat und welche Rolle Oryx überhaupt mal gespielt hat. Das finde ich schade und schadet ein wenig der Lore.

Destiny 2 – Die Hexenkönigin

Eine neue Season und ein neuer DLC für Bungies Weltraumepos. Neben neuer Kampagnenmissionen, neuen Events, neuem Raid und neuem Bösewicht, erhält das neue Kapitel in Bungies Destiny 2 viele Verbesserungen und Umstrukturierungen. Zudem ebnet Die Hexenkönigin den Weg für weitere Inhalte, die uns dann in Zukunft erwarten.

Marcel Bierschenk

Grafik
Gameplay
Story
Inhalt
Preis / Leistung

Summary

Das letzte Spiel, was mich derart in den „Bann“ gezogen hat, war Resident Evil 8. Einfach weil Resident Evil mit zu meinen liebsten Spielen gehört. Eigentlich hatte ich schon mit Destiny abgeschlossen gehabt. Das einzige was mir noch von Lore und Game hängen geblieben war, dass man mir meinen liebsten Hüter genommen hatte. Jetzt mit „Die Hexenkönigin“ zeigt Bungie, dass es ein Studio ist, welches interessante und fesselnde Storys hinbekommt und treue wie auch ehemalige Spieler weiterhin begeistert. Wir haben uns so wohl in „Die Hexenkönigin“ gefühlt, sodass wir Bungie noch zu den letzten Erweiterungen gefragt haben, um dort Lore-technisch aufholen zu können und auch die Inhalte noch einmal zu erleben. Ein gesonderter Bericht erfolgt darüber natürlich. Nun geht es für uns erst noch in die Endgame-Inhalte und den Raid. Wir bedanken uns bei Bungie, dass sie uns von Destiny 2 mit dem aktuellen DLC noch einmal überzeugt haben.

4.3

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