Humankind Review PC

Plötzlich ist es da! Die Rede ist von Humankind von den französischen Amplitude Studios. Wir haben mit freundlicher Unterstützung von Koch Media einen Steam-Key für das Spiel erhalten. Die größte Konkurrenz für „Civilization (CIV)“ hat das Licht der Welt erblickt, aber kann es auch gegen den großen Platzhirsch des einst so genialen Sid Meier ankommen oder steht es in dessen Schatten? Wir möchten euch nun in diesem Beitrag schildern, wie unsere Menschheitsgeschichte verlaufen ist.

Ein unbekannter Nomadenclan

Anders als in CIV starten wir nicht mit einer großen Nation ins Rennen um die menschliche Geschichte, sondern werden als unbekannter Nomadenclan während der Jungsteinzeit auf eine Karte platziert. Von hieraus müssen wir nun mittels Erkundung Einfluss generieren, welchen wir für den Bau der ersten Siedlung einsetzen können. Fortan gilt es Ruhmespunkte zu sammeln, damit wir in die nächsten Epochen aufsteigen können. Dies gelingt uns durch Kampf, Erkundung oder Erforschung. Sobald wir in der nächsten Epoche angekommen sind, entfaltet das Spiel sein Potential bzw. setzt nicht auf die Weiterentwicklung einer bestimmten Kultur, sondern lässt uns aus zehn Kulturen auswählen, mit welcher wir das kommende Zeitalter erleben möchten. Insgesamt sind in Humankind 60 Kulturen vorhanden, die mit ihren eigenen Vorteilen, Spezialeinheiten und auch -Gebäuden aufwarten. Wollen wir beispielsweise expandieren, so wählt man die Ägypter, da sie sehr gute Baumeister sind.

Humankind Review PC
Hier ein Blick auf die Zivilisationen mit den Boni, welche die Wahl mit sich bringen würde

Siegesbesingungen gibt es in Humankind auch nur eine einzige. Wenn wir sämtliche Epochen durchlaufen, dann zählt am Ende nur, welche Zivilisation am meisten Ruhmespunkte kassiert hat. Denn das spiegelt den Eindruck der Menschheit wieder, über welche wir bis dahin regiert haben. Entscheidungen aller Art spielen hier eine Rolle, ebenso wie die strategische Platzierung unserer Städte und Außenposten. Je Ressourcenreicher unsere Städte sind bzw. sich damit versorgen können, desto erfolgreicher werden wir auf unserer „Road to Success“ sein. Auch die Forschung hat hier ein Wort mitzureden, denn durch diese können wir uns weiterentwickeln, was dann Zugriff auf Technologien und Ressourcen freilegt.

Was wäre ein Strategie-Spiel nur ohne…

… sich verändernde Welt? Wenn wir nämlich das Industriezeitalter erreichen haben wir mit neuen Ressourcen und auch der Umweltverschmutzung zu kämpfen. Hier kann es euch dann leicht passieren, dass es Probleme mit der Versorgung eures Volks gibt, was sich dann wieder auf die Zufriedenheit auswirkt. Habt ihr ein unzufriedenes Volk, dann will euch dieses absetzen. Das spiegelt sich dann auch in den Kämpfen wieder. Verzeichnet eure Armee zu große Verluste oder werden die Städe von Angreifern geplündert, so geht dies auf das Konto der Zufriedenheit eures Volks.
Mit anderen Völkern könnt ihr auch auch diplomatisch auseinandersetzen. Hier könnt ihr euch über politisch motivierte Ziele oder Abkommen unterhalten und zu Verhandlungen an einen Tisch setzen. Sollte aber das Vertrauen strapaziert werden, so könnte eine harmonische Beziehung leicht in Krieg ausarten.

Die Grafik von Humankind ist in manchen Aspekten gegenüber einem CIV schon sehr ansehnlich und detailreicher. Wenn wir beispielsweise Städte mit unseren Außenposten zu einer blühenden Metropole verbinden, dann erhöht sich der Detailgrad und Häuser, Denkmäler und Industriegebäude werden deutlich sichtbar. Auch sind Erderhöhungen wie zum Beispiel Berglandschaften nicht nur Deko der Karte, sondern können auch von uns territorial genutzt werden. So erhalten ausgebaute Städte ein schönes Panorama und Objekte in höherliegenden Positionen werden mittels Straße verbunden.

Ein weiterer Unterschied zwischen CIV ist, dass wir in Humankind nicht einfach Bautrupps bauen und damit unzählige Städte bauen, um unseren Einflussbereich auszubauen bzw. zu stärken. In Humankind sind wir auf zwei Städte begrenzt, was auch nicht weiter schlimm ist, denn durch die ganzen Außenposten, die sich später mit der Stadt vereinnahmen lassen, kann die Stadt zu einer Metropole heranwachsen. Die Außenposten fangen an Ressourcen zu fördern was wiederum euren Einfluss und damit euer „Siegeskonto“ füllt. Ihr solltet aber die Platzierung der Außenposten mit bedacht wählen, denn nicht nur die ertragsreichen Hexagons spielen eine Rolle, sondern auch Bodenschätze.

Wenn Diplomatie nicht mehr hilft – Das Kampfsystem

Wie zuvor erwähnt, kann eine diplomatische Beziehung auch leicht in kriegerischen Auseinandersetzungen ausarten. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Opponent mit unseren Entscheidungen zu Kernfragen wie Grenz- oder Handelspolitik nicht einverstanden ist oder aber wir mit militärischen Angreifern andere Ländereien besetzen. Hier gibt es nun die Möglichkeit mit unseren Truppen vor die Stadtmauern vorzurücken. Wir können wählen, ob der Kampf automatisch oder manuell durchgeführt werden soll. Beim manuellen Kampf wechselt die Ansicht in ein Abbild der aktuellen Karte, jedoch nun mit einem Kampfmenü. Hier können wir dann Truppenbewegungen und Angriffe planen und durchführen.

Hier macht Humankind aber einen entscheiden Vorteil. Die größte Streitmacht kann auch von einer kleinen geschlagen werden. Hier kommt es nicht nur auf die Truppenstärke an, sondern auch auf deren strategische Positionen. Bessere Position im Gelände oder das Verschanzen hinter Mauern können auch den Sieg einfahren und den zahlenmäßig überlegenen Feind nach Hause schicken.

Humankind PC

In unserem Review haben wir Humankind immer wieder mit dem großen Platzhirsch „Civilization“ von 2K Games vergleichen. Hier und da fühlt es sich wie ein CIV an, kann aber auch mit neuen Ansätzen und auch frischen, eigenen Ideen für andere Maßstäbe sorgen. Die Frage die sich stellt ist, kommt Humankind an Civilization heran?

– Marcel Bierschenk

Gameplay
Komplexibilität
Spieltiefe
Grafik
Inhalt
Spielspaß
Preis / Leistung

Summary

Humankind ist ein Spiel, welches den Thron der rundenbasierenden Strategiespiele erobern will. Dabei setzt es auf schon vorhandene Features, welches es auch in einem CIV gibt, kann aber auch mit eigenen, neuen Ideen aufwarten.
Grafik, Gameplay, Interface und musikalische Untermalung machen einen durchweg positiven Eindruck und die Tutorials nehmen den Spieler in so weit an die Hand, dass er sich in der kürze der Zeit im Spiel zurechtfindet.
Der größte Unterschied zwischen CIV und Humankind ist auch der Kritikpunkt, an dem so mancher seine Liebe oder Hass zu Humankind finden wird. Entweder man mag es wie in CIV eine Zivilisation durch das Leben zu begleiten oder aber man wechselt bei jedem Epochenaufstieg seine Zivilisation, um sich neu ausrichten zu können.
Wir jedenfalls haben die frische Idee überzeugend gefunden und hatten auch mit den strategischen Aspekten des Spiels unseren Spaß, sodass wir jeden CIV- oder Strategiefan einen Blick empfehlen.

4.5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dir auch gefallen

Review

Sniper Ghost Warrior Contracts 2 PS5

Mit freundlicher Unterstützung von Koch Media und CI Games haben wir ein Exemplar von Sniper Ghost Warrior Contracts 2 für die PS5 zur Verfügung gestellt bekommen. Hier durften wir einen Einblick in den neuen Titel gewinnen und möchten euch mit unserem Bericht nun aufzeigen, ob sich der neue Scharfschützen-Titel für Konsole lohnt, oder ob CI […]

Erfahre mehr
Review

Tormented Souls PS5

Mit der freundlichen Unterstützung von PQube, dem Publisher hinter dem Spiel, durften wir zum klassischen Resident Evil Gameplay zurückkehren. Der Hersteller verspricht nämlich mit Tormented Souls, dass der klassische Survival Horror zurück sei. Diesen hat Infogrames Alone in the Dark, Capcom´s Resident Evil und auch Konami´s Silent Hill seiner Zeit geprägt. Wie wir den Trip […]

Erfahre mehr
Games Review

Metro Exodus PS5 Review

Mit freundlicher Unterstützung von Koch Media durften wir Hand an Metro Exodus für die PS5 legen. Das Erstlingswerk, welches schon 2019 veröffentlicht wurde, konnten die Massen begeistern. Das liegt aber auch an dem Metro Franchise, welches auf der Romanvorlage von Dmitri Alexejewitsch Gluchowski aufbaut. Wie sich ein erneuter Trip an die russische Oberwelt anfühlt und […]

Erfahre mehr