Metro Exodus PS5 Review

Mit freundlicher Unterstützung von Koch Media durften wir Hand an Metro Exodus für die PS5 legen. Das Erstlingswerk, welches schon 2019 veröffentlicht wurde, konnten die Massen begeistern. Das liegt aber auch an dem Metro Franchise, welches auf der Romanvorlage von Dmitri Alexejewitsch Gluchowski aufbaut. Wie sich ein erneuter Trip an die russische Oberwelt anfühlt und was die neue Konsolengeneration anders oder besser macht, das erfahrt ihr in unserem Review.

In Metro Exodus übernehmen wir abermals die Kontrolle über Artjom, welcher auch schon in den anderen Spielen der Protagonist ist. Während einer Erkundungstour mit seiner Frau Anja kann Artjom das Geheimnis rund um die Metro lüften. Leider zieht das im Umkehrschluss auch mit sich, dass dies die Metro destabilisieren würde, wesegen eine Rückkehr ausgeschlossen ist. Während der Tour lernen sie einen Lokomotivführer kennen, der es Ihnen ermöglicht die Flucht anzutreten und die Metro im Rücken zu lassen. Das Gefährt wird dann später die Aurora getauft werden.

Dabei bietet Metro Exodus eine Endzeitwelt, die gar nicht so düster und ausgestorben wirkt wie einst angenommen. Das immer noch Mutanten jeglicher Art auf Schritt und Tritt verfolgen ist weniger überraschend, wie die überlebenden Menschen, die wir in der Welt verstreut vorfinden. Manchmal sind sie friedlich und hilfsbereit, aber es gibt auch welche, die uns ein anderes Schicksal wünschen. Zu nennen ist hier der Antitechnologie-Kult rund um ihren Anführer Silantius.

„DER HERR IST VOLLER GNADE, DENN ER ENTSÜHNT JENE, DIE DER TORHEIT UND VERSUCHUNG DER ELEKTRIZITÄT …“

SILANTIUS

Früh im Spiel werden wir mit diesem konfrontiert und müssen uns durch die Anhänger schießen, da sie in uns einen Sünder sehen. Wir schlagen uns also durch die friedvolle und doch aggressive Welt von Metro, um eine neue Heimat für die Crew der Aurora zu finden. Während unserer Streifzüge durch die Welt können wir noch so manchen Anhänger rekrutieren.

Technik von Metro Exodus

2019 wagten die Entwickler von 4A Games mit Metro Exodus den Schritt Richtung Raytracing Effekte. Leider setzte Raytracing eine Nvidia Grafikkarte voraus und war nur für PC verfügbar. Das ändert sich nun mit der Enhanced Version für die aktuellen Konsolengenerationen. Hier kommt man ebenfalls in den Genuss dieser Technik. Die Bilder sehen beeindruckend aus und Höhlen bzw. Gebäude gewinnen dadurch noch mehr an Atmosphäre. Getrost dem Motto „Mittendrin statt nur dabei“. Räume wirken dank ihrer realistischen Beleuchtung nun deutlich authentischer und man wird hier und da zum Einsatz der Taschenlampe gezwungen.

Durch den Dual-Sense Controller der PS5 kommen wir durch die verbaute Technik in den Genuss von differenzierten Vibrationen. Die Motoren blockieren bzw. vibrieren unterschiedlich und vermittelt dem Spieler die Gefühle beim Abdrücken einer Waffe oder aber dem öffnen von Türen.

Auch das die 4A Games mit dem dritten Ableger auf eine Open World setzen, kommt dem Spiel zu Gute. Neben der offenen und dynamischen Welt hat man sich auch auf einen Tag-Nacht-Zyklus verständigt. So kommt es vor, dass ihr die Nacht gut nutzen könnt, um ein Banditenlager besser zu infiltrieren bzw. dies anzugreifen. Was natürlich da auch wieder hineinspielt ist, dass ihr Nachts anderen oder mehr Feinden begegnet. Zu erwähnen sind da nur die Stromanomalien – süße Dinger.

Mit dynamisch meinen wir natürlich nicht nur die Anpassung von Biomen wie z.B Eis, Gras und später Wüste, sondern auch die Ansammlung von Feinden, die umherziehenden Mutanten und Vorkommnissen von Geheimnissen und Hinterhalten. Alle das hält uns auf Trapp und lädt gerade dazu ein vom Hauptkurs abzukommen, um die Welt mitsamt Nebenaufgaben zu erkunden. Orientierung mittels aufwertigem HUD – Fehlanzeige. Lediglich auf eine Karte kann Artjom zurückgreifen, die dann Ziele anzeigt und an der wir uns dann grob orientieren können.

Auf unserer Erkundungstour können wir immer wieder sichere Zufluchtsorte finden. Diese stellen einen Schlafplatz und eine Werkbank bereit. Hier können wir dann beispielsweise Artjom in süße Träume schicken, um so die Tageszeit zu manipulieren. Am Tage habt ihr es mit einer verminderten Mutanten Präsenz zu tun, während ihr Nachts natürlich leichteres Spiel beim Infiltrieren von Basen habt bzw. euch im Schatten der Nacht besser vor Feinden verstecken könnt.

Metro Exodus

Ein weiteres Merkmal, welches die Entwickler dem Spiel spendiert haben ist die Werkbank. Hier können wir unsere Ausrüstung oder unsere Waffen reparieren bzw. modifizieren. Verstreut in der Welt finden wir hierzu Waffenteile und können diese dann an unsere eigene Montieren, um unsere Waffe an unser Spielverhalten anzupassen. Auch nett ist, dass die Waffe bei Benutzung an Haltbarkeit verliert. Dies aber nicht in Form eines %-Balkens, sondern verdreckt die Waffe und hat dann immer öfters Ladehemmungen oder Patronen klemmen im Schacht.

Der stille Artjom

Durch das komplette Abenteuer hinweg können wir die Crew der Aurora durch Überlebende im Ödland vergrößern. Wir staten unser Abeteuer bereits mit ein paar Anhängern, die wir nach und nach näher kennenlernen können. Die Dialoge wurden allesamt eingedeutscht und hören sich richtig gut an. Was uns dabei nur stört ist, dass Artjom seit Teil 1 kein einziges Wort heraus bekommt. Das ändert sich auch leider nicht mit Metro Exodus. Während sich Freunde, Frau und Schwiegervater mit einem unterhalten, wird alles nur mit einem stummen nicken – welches wir selber auch nicht wirklich sehen – abgetan. Schade eigentlich, bietet Metro Exodus doch eine wahrhaft authentische Atmosphäre und auch Geschichten hinter den einzelnen Persönlichkeiten.

Metro Exodus PS5

Marcel Bierschenk

Gameplay
Grafik
Story
Inhalt
Preis / Leistung

Summary

Mit dem letzten Teil der Trilogie hat sich 4A Games schon einen Gefallen gemacht. Man sieht die stetige Entwicklung des Teams, der Engine und auch des Spiels / Story rund um Artjom. Was uns leider ein wenig missfällt ist die Tatsache, dass Artjom bisher kein einziges Wort herausbekommen hat – was vielleicht von den Entwicklern beabsichtigt ist?
Für uns jedenfalls ist Metro Exodus ein gelungener Abschluss einer der besten Spiele-Trilogien, die wir spielen durften und wir werden uns weiterhin im russischen Ödland aufhalten und den ein oder anderen Mutanten den Gar ausmachen.

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