Monster Energy Supercross 5 – The Official Video Game PS5

Mit Monster Energy Supercross 5 – The Official Video Game wird uns ein Motocross Game an die Hand gegeben, welches uns auf lizensierten Bikes über Schotterberge hüpfen lässt. In Hallen und im Freien dürfen wir unsere Expertise im Freestyle unter Beweis stellen. Mit freundlicher Unterstützung von Milestone und Koch Media dürfen wir uns in die Karrierejacke werfen und nachempfinden, wie die Luft am Ende eines der Sandhügel ist. Wie wir das Spiel empfanden möchten wir euch in diesem kurzen Review erzählen.

Das Gameplay

Wie schon in der Einleitung erwähnt, dürfen wir auf lizensierten Bikes wie zum Beispiel KTM, Yamaha oder auch Suzuki durch Arenen und auf einem Trainingsparkour heizen. In der Karriere und dem Einzelevent dürfen wir entweder in 250 East oder 250 West antreten. Dabei sind offizielle und auch von Milestone generierte Tracks von der Partie.

Natürlich dürfen bei einem lizensierten Spiel auch Fahrer nicht fehlen. So finden wir beispielsweise Martin Castelo auf seiner Husqvarna FC 250 beim Team JMC Motorsport Racing wieder. Im Einzelevent stehen diese Fahrer zur Verfügung, bei der Karriere dürfen wir uns einen Alter Ego erstellen.

Während wir in der Karriere und auch Einzelevents unterwegs sind, orientiert sich das Spiel stark an seinem realistischen Counterpart. Heißt, wenn wir in einem Rennen stecken läuft ein Counter Richtung Null. Wenn der Timer abgelaufen ist, muss der Führende noch zwei Runden absolvieren, um das Rennen zu gewinnen. Lehnen wir uns zu weit in die Kurve oder kommen wir beim Flug nicht rechtzeitig wieder in eine ordentliche Position, dann endet es meist im Dreck.

Monster Energy Supercross 5

Realität vs. Arcarde

Bei offiziellen Spielen versucht man immer den Aspekt der Realität zu packen, damit man dem Spieler ein weitestgehend gutes Bild des Sports vermitteln möchte. Auch Monster Energy Supercross 5 – The Official Video Game versucht diesen Ansatz gerecht zu werden. Natürlich steht es außer Frage wenn ich den Kontrahenten wegdränge, dass ich auch hier im Dreck landen kann, weil die Maschine dann in die Seitenlage geraten kann, allerdings sollten jegliche Berührungen dieser Art in irgend einer Weise auch eine Reaktion abverlangen. Das tut es allerdings in unserem Test nicht immer und so kommt schnell auch der Gedanke, dass das Spiel ein bisschen auch in die arcardige Richtung zieht. Das soll jetzt nicht heißen, dass Monster Energy Supercross 5 – The Official Video Game schlecht oder unrealistisch ist, aber in einigen Momenten, hätten wir uns dann doch gerne auf die Fresse gelegt, alleine um dem Aspekt der Simulation zu 100% gerecht zu werden.

Wir haben das Spiel nun auf dem leichten Schwierigkeitsgrad gespielt und es soll im Spiel die Möglichkeit geben „Verletzungen“ davon zu tragen, wenn wir stürzen. Wir haben Kontrahenten gerammt und sind auch falsch auf die Sanddünen aufgekommen und wurden dadurch vom Motorrad geholt. Unterschiede was unsere Verfassung anbelangt konnten wir nur geringe feststellen. Die Fahrerform war bei uns permanent „Gut“, was auch bei einem realitätsnahen Spiel eigentlich hinkommen kann.

Selbes Spiel haben wir beim Querlegen. Hier hatten wir trotz Tutorial überhaupt keine Kontrolle über unsere Fahrer. Egal wie weit wir uns in die Kurve gelegt haben, wir haben dann doch immer den Boden geküsst und die Erfahrungspunkte wurden uns aberkannt. Ob das eventuell durch das Investment von Fertigkeitenpunkten besser wird, wagen wir zu bezweifeln.

What else?

Neben der Karriere die in drei unterschiedlichen Parts getrennt ist, wobei der erste eher als Einstieg in die Motocross Szene dient, bleibt einem noch Einzelevents und die Zeitrennen. In der Karriere haben wir noch die Möglichkeit unseren Alter Ego auf Meister Niveau zu Leveln. Wir erhalten durch abgeschlossene Rennen, wobei sich die Erfahrungspunkte nach unterschiedlichen Faktoren zusammensetzen, eben diese Erfahrungspunkte und bei einem Aufstieg des Levels dann Fertigkeitspunkte, die wir dann in 4 unterschiedlichen Kategorien ausgeben dürfen. Hier hat man dann die Wahl zwischen bessere Kontrolle des Bikes oder aber Performance.

Die Grafik fanden wir auf der Playstation 5 passabel, während es natürlich auch hier Luft nach oben gibt. Bugs oder Clippings sind uns während des Tests nicht aufgefallen bzw. sind nicht vorgekommen. Wirklich gut finden wir die Bodentexturen, die zwischen Sand, Kies und auch Grünfläche deutliche Unterschiede aufzeigen und sich auch das Motorrad unterschiedliche verhält. Gut sind auch die Spuren, die sich bei Nutzung der Strecke abzeichnen.

Was uns ebenfalls ein wenig in die Karten spielt ist der Soundtrack. Dieser ist eher rockig abgemischt und fügt sich somit sehr passend in das Game. Motorensound, Stadionsprecher und andere Effekte empfanden wir als durchweg okay, wobei es gewöhnungsbedürftig ist, dass der Stadionsprecher Englisch spricht. Eigentlich ja okay, weil wir ja in den Staaten unterwegs sind, allerdings ist das Spiel ab USK0 freigegeben und demnach soll auch jüngeres Publikum angesprochen werden. Früh übt sich werden einige nun sagen, aber anfangs werden sie überhaupt nicht verstehen worum es geht. Wir werten dies keinesfalls als Kritikpunkt.

Was uns gefällt:
– Lizenzen (Bikes, Strecken, Fahrer)
– DualSense Funktionen
– stimmiger Soundtrack
– passable Grafik & Sound
– Aufbau der Karriere

Was uns nicht gefällt:
– Querlegen
– Kollisionen sind unrealistisch
– Gesundheitszustand ändert sich nicht
– kurzer Spielspaß, was die Modi anbelangt
– Bikekontrolle manchmal nicht nachvollziehbar

Monster Energy Supercross 5 – The Official Video Game PS5

Marcel Bierschenk

Gameplay
Grafik & Sound
Inhalt
Preis / Leistung

Summary

Milestone zeigt einmal mehr, dass Dinge in die virtuelle Welt umgesetzt werden können. Die Frage die sich natürlich stellt ist, ob hier ein realistisches Abbild geschaffen wurde, um der Simulation gerecht zu werden oder ob das Spiel zu einem weiteren Arcade Racer verkommt. Milestone beschreitet hier und dort ein Scheideweg und bekommt es stellenweise hin das Spiel sehr realistisch wirken zu lassen, patzt dann aber bei der Ausführung von beispielsweise Kollisionsabfragen oder die Art und Weise wie sich das Bike in manchen Situationen verhält. Auch die wenigen Modi trüben das recht positive Bild. Auf der Playstation 5 reißt es die Nutzung des DualSense Controllers genauso wie die Lizenzen ein wenig raus, dennoch ist viel Luft nach oben.

3.6

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