Observer System Redux PS5 Review

Mit freundliche Unterstützung von Koch Media durften wir uns Observer System Redux für die Playstation 5 zu Gemüte führen. Das Spiel entführt den Spieler in eine Cyberpunk-Welt und soll ähnlich wie Layers of Fear auf Atmosphäre, Horror setzen. In wie weit die Punkte angekratzt werden und wie sich Observer System Redux schlägt, möchten wir euch in diesem Review erzählen.

Bei Observer System Redux handelt es sich um eine grafisch und Engine-technisch aufgewertete Version für Konsole und PC. Es ist das Jahr 2084 und im Spiel schlüpfen wir in die Rolle des Kriminalbeamten Daniel Lazarski. Wir befinden uns in unserem Wagen, als während eines Gesprächs mit der Einsatzzentrale plötzlich ein verzerrter Funkspruch unseres Sohnes Adam herein kommt. Anfangs irritiert halten wir dies für eine Illusion, denn Vater und Sohn haben sich voneinander entfremdet. Anscheinend sitzt dieser allerdings in der Klemme und steckt seinem Vater die Warnung „Remember: You‘re not in control!“ zu.

Observer System Redux – Die Mission?

Wir machen uns zu einem heruntergekommenen Mietshaus auf, bis wohin das Signal von Adam getracked wurde und beginnen mit unseren Untersuchungen und auch der Suche nach dem verschollenen Sohn. Beim Mietskomplex angekommen schlagen wir uns durch die engen Flure bis zu einer Mietswohnung die Adam zu gehören scheint. Aber finden wir nicht den erwarteten Sohn dort, sondern nur eine übel zugerichtete Leiche. Ist es Adam? Die Frage kann nicht beantwortet werden, da der Leiche der Kopf fehlt. Wir können nun mit unseren Implantaten die Gegend absuchen und werden hier auch mit der Charakteristika der Cyberpunk-Welt vertraut gemacht. Überall Kabel und Computer die sich in die normale Umgebund einschmiegen. Technlogischer Fortschritt durch Hochleistungscomputer und holografischen Elementen.

Observer System Redux PS5 Review

Um den Mord aufzulösen bzw. die Frage zu beantworten, ob es sich bei dem Toten um unser Sohn handelt, müssen wir nun durch den Mietskomplex. Ein nettes Feature im Jahre 2084 ist, dass die Menschen nun über Implantate verfügen, die es uns erlauben sich mittels Sonde mit Ihnen zu verbinden ~ Der Mind-Hack erwacht zum Leben. Wir haben ein Abbild der Realität der gehackten Person und können diese dann aus ihrer Sicht nachempfinden. „Ähnlich“ wie in der Netflix Serie Black Mirror und der Episode 3 der 1. Staffel: Das transparente Ich (The Entire History Of You).

Wirklich genial bei diesen „Tripps“ ist, dass man sich mit schon verstorbenen bzw. im sterben liegenden Personen verbindet und man hier dann eine abstruse Welt mit eher düsteren Bildern und Begegnungen erhält. Diese abstrusen Welten liefern dann Bildfehler und Glitches, die natürlich gewollt sind. Das vermittelt, dass das Gehirn der Person schon nahezu alle Funktion einstellt und wir somit die letzte Möglichkeit haben auf die Erinnerungen zuzugreifen. Je weiter der Prozess der Verwesung fortgeschritten ist, desto verstörendere Visionen erhalten wir und dabei ist es keine Seltenheit, dass die Welten auseinanderbrechen oder sonstige abstruse Gestalten ihr Un-Wesen treiben.

Observer System Redux – Der etwas andere „Held“

Wir sind abgeklärt und ruhig und mit der Portion fehlenden Emotionen verhören wir die bzw. sprechen wir mit den unterschiedlichen, in Quarantäne sitzenden, Bewohner des Mietkomplexes. Dabei hat Blooper Team auf Waffen jeglicher Art komplett verzichtet. Das Spiel wird in Ego Perspektive und durch Lazarskis Augen gespielt. Dabei nutzen wir seinen Implantat, welches mit einer elektromagnetischen und einer biologischen Ansicht zur Spurensicherung ausgerüstet ist. Später wird noch ein Nachtsichtmodus hinzugefügt, um sich auch in dunklen Arealen zurecht zu finden.

In den Dialogen haben wir mehrere Auswahlmöglichkeiten was Fragen oder Antworten betrifft, welche allerdings keinerlei Auswirkungen auf das Geschehen haben. Observer ist bedingt, durch die Pandemie und die unter Quarantäne stehenden Menschen, eher leer gestaltet. Das hat natürlich Vor- und auch Nachteile. Ein Vorteil ist definitiv dass die menschenleere Welt trotzdem eine beängstigende Atmosphäre aufbaut. Die andere Seite ist dann natürlich aber, dass wir keine wirklich lebende Welt haben, was dann auf Dauer trist wirkt. Klassische Kämpfe gibt es im Spiel auch nicht. Wenn wir irgendwelchen „feindlichen“ Elementen begegnen, setzt das Spiel mehr auf Hide & Run. Getragen wird die Story von Observer auch durch Dokumenten in Form von Emails auf fremden PCs.

Das finden wir persönlich auch richtig so, denn ähnlich wie andere Blooper Team Spiele lebt dies von seiner Atmosphäre. So ist es also umso weniger schlimm, dass man quasi isoliert von allen anderen umher streift. Auch sind einige Rätsel im Spiel verstreut. Diese schwanken vom Schwierigkeitsgrad, sodass man auch mal seinen Kopf einschalten muss, um die Lösung zu finden. Wiederum andere deuten eher auf eine Verlängerung der Spielzeit hin, als das sie wirklich Gehirnschmalz erfordern.

Zum Thema Schwierigkeitsgrad können wir sagen, dass dieser eine ähnliche Struktur aufweist, wie auch die Rätsel. Schön hierbei ist, dass Blooper und dabei nicht an die Hand nimmt und auch keine Hilfsmittel bereit stellt. Wir können überall, wo es möglich ist, hin und müssen uns unsere Wege selbst suchen. Das erinnert auch ein wenig an die Struktur von Medium. Dies lädt natürlich auch dazu ein sich auch abseits des Pfades aufzuhalten und hier und da Überraschungen zu finden.

Änderungen zwischen 2019 und 2021

Schon 2019 war Observer ein grafisch ansprechendes Spiel. Blooper Team hatte viel Wert auf die Details des Wohnkomplexes gelegt. Das wiederum hatte den Nachteil, dass es bei der alten Konsolengeneration zwischenzeitlich zu Framerateeinbrüchen und somit dann auch „Rucklern“ kam. Dies ist nun mit der Playstation 5 Geschichte. Das Spiel läuft in 60 FPS und kommt ohne große Ladesequenzen aus. Hier aber ein großes „Aber“, denn die 60 FPS erhalten wir nur, wenn wir auf das Grafikelement Raytracing verzichten. Dabei handelt es sich um eine Technologie Strahlen nutzt um mit dem Algorithmus die Sichtbarkeit von dreidimensionalen Objekten berechnet. Diese Technologie findet sich aktuell in der Belichtung- und Schattendarstellung wieder.

Somit kommt es auf Oberflächen von Objekten oder Stoffen wie z.B. Wasser zu realistischen Reflektionen der Spielewelt. Auch die 2021 Auflage von Observer profitiert von Raytracing und sieht dadurch noch schicker und authentischer aus. Sämtliche Versionen erhalten 4K Texturen und auch einen HDR Modus. Um das Look & Feel noch ein wenig auf ein neues Level zu heben und den ReRelease nicht wie eine 1:1 Kopie vom Original wirken zu lassen haben sich die Entwickler dazu entschlossen etwaige Lokalitäten anzupassen bzw. auch neue Elemente einfließen zu lassen.

Das könnt ihr beispielsweise an dem Bild oben erkennen, dass nun das Computer Panel aufgewertet ist und auch Leuchtstoffröhren zu finden sind, die zuvor nicht im Raum waren. Auch das Zusammenspiel mit dem Raytracing spielt hier eine Rolle, denn durch die realistische Beleuchtung und vor allem den Schattenwurf bekommen wir mit entsprechender Helligkeitseinstellung auch ein düsteren Mietkomplex, was wiederum in die atmosphärische Gestaltung mit hineinspielt.

Die Dual-Sense-Controller schmiegen sich ebenfalls ins Game ein. Wenn wir z.B. vor einer verschlossenen Tür stehen, dann vibrieren diese. Auch der Motor der Trigger blockiert und lässt diese nur schwer eindrücken. Der integrierte Lautsprecher des Controllers gibt Funksprüche bzw. Dialoge und sonstige Geräusche wieder, was der Atmosphäre zu gute kommt.

Fazit

Observer System Redux

Mit freundliche Unterstützung von Koch Media durften wir uns Observer System Redux für die Playstation 5 zu Gemüte führen. Das Spiel entführt den Spieler in eine Cyberpunk-Welt und soll ähnlich wie Layers of Fear auf Atmosphäre, Horror setzen. In wie weit die Punkte angekratzt werden und wie sich Observer System Redux schlägt, möchten wir euch in diesem Review erzählen.

Marcel Bierschenk

Grafik
Gamplay
Preis / Leistung
Story
Umfang

Observer System Redux für die Playstation 5 macht technisch und grafisch einen sehr guten Eindruck und auch Job. Blooper Team hat Locations an dem Spiel überarbeitet und mit den technischen Finessen der aktuellen Generation bestückt. Das Ergebnis sind Szenerien, die mit angepasster Beleuchtung und Schattenwurf noch eine gruseligere & bedrückendere Atmosphäre entstehen lassen. Alles in Allem war es ein Trip in eine andere Welt.

4.6

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dir auch gefallen

Review

Sniper Ghost Warrior Contracts 2 PS5

Mit freundlicher Unterstützung von Koch Media und CI Games haben wir ein Exemplar von Sniper Ghost Warrior Contracts 2 für die PS5 zur Verfügung gestellt bekommen. Hier durften wir einen Einblick in den neuen Titel gewinnen und möchten euch mit unserem Bericht nun aufzeigen, ob sich der neue Scharfschützen-Titel für Konsole lohnt, oder ob CI […]

Erfahre mehr
Review

Tormented Souls PS5

Mit der freundlichen Unterstützung von PQube, dem Publisher hinter dem Spiel, durften wir zum klassischen Resident Evil Gameplay zurückkehren. Der Hersteller verspricht nämlich mit Tormented Souls, dass der klassische Survival Horror zurück sei. Diesen hat Infogrames Alone in the Dark, Capcom´s Resident Evil und auch Konami´s Silent Hill seiner Zeit geprägt. Wie wir den Trip […]

Erfahre mehr
Review

Humankind Review PC

Plötzlich ist es da! Die Rede ist von Humankind von den französischen Amplitude Studios. Wir haben mit freundlicher Unterstützung von Koch Media einen Steam-Key für das Spiel erhalten. Die größte Konkurrenz für „Civilization (CIV)“ hat das Licht der Welt erblickt, aber kann es auch gegen den großen Platzhirsch des einst so genialen Sid Meier ankommen oder […]

Erfahre mehr