Returnal PS5 – Und täglich grüßt das Murmeltier

Housemarque veröffentlicht den ersten exklusiven Shooter für die Playstation 5. Bekannt sind die Macher durch Spiele wie Resogun oder Dead Nation. Mit der Veröffentlichung von Returnal veröffentlichen sie zugleich ihr ambitioniertes Projekt. Gestrandet auf einem fremden Alienplaneten Atropos und gefangen in einer Zeitschleife übernehmen wir die Kontrolle über die Astronautin Selene, die nun einen Ausweg aus der Hölle sucht. Wie sich das Abenteuer spielt erfahrt ihr in unserem Test.

Returnal – Der Weg zurück in den Sattel

Returnal ist ein Thrird-Person Shooter mit Rougelike Elementen. Rougelike bedeutet, dass sämtlicher Fortschritt im Spiel auf den Ausgang zurückgesetzt wird. Was bedeutet das für Returnal? Jedes Mal wenn wir sterben, werden wir an die Absturzstelle des Raumschiffs Helios zurück versetzt und behalten lediglich unsere „permanente Ausrüstung“. Die Areale in den sechs unterschiedlichen Biomen werden neu angeordnet und verändern sich. Zwar werden euch Teilbereiche bekannt vorkommen, allerdings werden diese immer wieder neu verknüpft. Die Biome sind umfangreich und unterscheiden sich stark voneinander. So fangen wir in einem Dschungelgebiet an und finden uns später in einer Wüsten- oder Eislandschaft wieder. Die visuellen Konzepte dieser Biome sind ein wirklicher Augenschmaus.

Returnal - Fighting agains Aliens!

Die Welt besticht durch ihre Ästhetik, die sich Housemarque orientierungsmäßig von HR Gigers geschaffenen Aliens bzw. auch an die Wesen aus der Matrix Trilogie abkupfert. In Sachen Atmosphäre und Story muss sich Housemarque ebenfalls nicht verstecken. Beklemmend und fremdartig bewegen wir uns durch die von Nebelschwaden über den Gräsern überzogenen Dschungel, die Ökologie des Planeten gepaart mit dem Drang in Erfahrung bringen zu wollen, warum dieser Planet, warum die Zeitschleife und was mit der außerirdischen Zivilisation geschehen ist.

Wenn ihr die kompletten Areale erkunden wollt, wird euch dies am Anfang wahrscheinlich erst einmal verwehrt bleiben. Auf Atropos müsst ihr, ähnlich wie in der Metroid-Serie, Ausrüstung sammeln. Diese aktivieren dann Teleporter oder zerstören Schutzschilde von Gegnern. Sie sichern euch ebenfalls das voranschreiten in den Arealen und erreichen von höher gelegenen Plattformen. Diese Gegenstände sind Teile der permanenten Ausrüstung, die bei einem Neustart verschont bleiben. Das sichert uns zumindest ein schnelleres Vorankommen in einem neuen Zyklus. Neben der beständigen Ausrüstung können wir uns auch Parasiten an den Anzug heften lassen, die uns dann mit positiven und negativen Effekten unterstützen.

Zwischendurch werden euch im Spieleverlauf in Sachen Storytelling einige Elemente begegnen, die man nicht auf Atropos erwartet. Diese Szenen werden auch in der First Person View gezeigt bzw. gespielt. So verleihen sie noch mehr Intensität. Welche Elemente das genau sind, möchten wir in diesem Review nicht thematisieren. Es ist auf jeden Fall spannend welche Zusammenhänge dort noch aufgegriffen und in die Handlung mit eingebunden werden.

Jeder Gegnertyp hat sein Portfolio an Fähigkeiten und verhält sich entsprechend anders. Hier müssen wir uns am Anfang sehr methodisch voran wagen. Schnell kann es auch passieren, dass die Gegener in Gruppen unterwegs sind und der Bildschirm voll von gegnerischen Geschossen ist. Wenn wir den Prellbock spielen möchten, dann wird das Abenteuer in Returnal sehr kurz werden.

NACHTRAG: Was wir natürlich nicht unterschlagen wollen ist der technische Part von Returnal. Die DualSense Funktionen des PS5 Controllers wurden hier geschickt genutzt. Drücken wir den Trigger des L2 Buttons nur zur hälfte ein, so können wir ganz normal schießen. Drücken wir den gesamten Trigger durch, so wird die Spezialfähigkeit der Waffe gezündet. Auch sind die Vibrationen, ähnlich wie schon bei Control, so gesetzt, dass man sie merkt, sofern sich Selen bewegt oder durch Regen stapft. Wirklich interessantes Feeling.

Returnal - Fighting agains Aliens!

Before you Buy Returnal!

Man sollte sich vor dem Kauf im Klaren sein, was für ein Spiel man sich ins Haus holt. Wenn einem die Souls Spiele am Herzen liegen und ein hoher Schwierigkeitsgrad nicht abschreckend sind, dann seid ihr bei Returnal gut aufgehoben. Jeder Fehler wird bestraft und die Lebensleiste im Spiel ist nicht groß. Im Gegenteil – es gibt Gegnertypen, die euch mit zwei Sprungattacken ins Jenseits befördern.

Fazit

Returnal ist ein wunderschönes und technisch ausgeklügeltes Spiel, welches viel Wert auf Story und Atmosphäre legt. Es war nie schöner auf einem fremden Planeten unterwegs zu sein und diesen zu erkunden. Was die Lernkurve hier anbelangt ist diese extrem steil, was an den unterschiedlichen Gegener- und Waffentypen liegt. Auf der anderen Seite der Medallie haben wir natürlich die Motivation bzw. Frustration. Die Schwelle ist so dünn, dass man sich auf beiden Seiten schnell wiederfinden kann. Hinzu kommt ein fehlendes Speichersystem, welches den Spieler in einen neuen Zyklus wirft, sobald die Playstation nicht in den Ruhemodus gesetzt wird oder das Spiel anders zu einem Ende findet.

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