Sniper Ghost Warrior Contracts 2 PS5

Mit freundlicher Unterstützung von Koch Media und CI Games haben wir ein Exemplar von Sniper Ghost Warrior Contracts 2 für die PS5 zur Verfügung gestellt bekommen. Hier durften wir einen Einblick in den neuen Titel gewinnen und möchten euch mit unserem Bericht nun aufzeigen, ob sich der neue Scharfschützen-Titel für Konsole lohnt, oder ob CI Games in einigen Bereichen Verbesserungsbedarf hat. Also entsichert eure Waffe und stülpt euch euer Tarnfleck um, denn wir werden uns nun auf die Jagd nach einigen Zielen machen!

Die Handlung um Sniper Ghost Warrior Contracts 2 knüpft an die Ereignisse seines Vorgängers an. Wir befinden uns im fiktiven Staat Kuamar im Nahen Osten. Der diktatorische Regierungschef wurde umgebracht und hat das Land dadurch weiter destabilisiert. Die Frau wurde als Nachfolger(in) positioniert, die das Land ebenfalls in einem eisigen Griff hält. Die Frau sinnt natürlich nach Rache und hat neben sich eine ganze Armee samt deren Befehlshaber versammelt, die es ebenso auszuschalten gilt, wie auch terroristische Bedrohungen. Wir werden in die Region entsandt, um die destabilisiert Lage zu entschärfen und gleichzeitig die Bedrohungen für Volk und Welt ein für alle Mal zu eliminieren.

Ziel in jeder Mission ist es wie ein Schatten zu sein. Wir sollen auf den insgesamt 5 riesigen Karten, die uns zur Verfügung stehen, mehrere Ziele und Bonusziele ausschalten. Hier beschränkt sich dies allerdings nicht immer auf bewegliche Ziele. Das Spiel gewinnt durch Strukturen wie Störsender und Richtfunkantennen einen gewissen Grad an Realität, die uns ebenfalls als Ziel spendiert werden oder aber unsere Ausrüstung beeinträchtigen. Sollten wir doch einmal unsere Tarnung auffliegen lassen, dann stehen uns Handfeuerwaffe oder Sturmgewehr zur Verfügung, um die Angreifer abzuwehren. Sniper Ghost Warrior Contracts 2 ist kein klassischer Shooter in dem man wie Mini-Rambo durch die Karten prescht. Ziel ist es eher unentdeckt zu bleiben und seine Missions- und Bonusziele nacheinander abzuarbeiten. Durch eine Art Ereignis-View können wir einen Scan der näheren Umgebung vollziehen und die Positionen der nächsten Gegner analysieren. Diese werden dann im Raster angezeigt und man kann seine nächsten Schritte planen.

Bevor wir an unserem Einsatzort „deployed“ werden, können wir uns unser Setup an Waffen und Ausrüstung zusammen stellen. Für abgeschlossene Ziele kann man im „Shop“ seine hart verdienten Credits in Waffen, Aufsätze und Ausrüstung umsetzen. Ob nun ein neuer Schalldämpfer oder das Riimahki M10, als Nebenwaffe die NR-37 oder auch die MUAV Falcon Drohne, man hat freie Hand was die Ausrüstung betrifft. Das Arsenal ist verhältnismäßig groß, man muss aber schon ein paar Missionen oder Bonusziele (Herausforderungen) abschließen, um beispielsweise das 110.000 Credits teure Riimahki M10 sein eigen nennen zu dürfen.

Durch den dynamischen Tag- und Nachtzyklus haben wir nicht nur taktische Vorteile gegnüber der gegnerischen Armee, sondern können unser Setup speziell darauf anpassen. So können wir bei Waffenaufsätzen nicht nur zeischen Mündungsbremse und Schalldämpfer wählen, sondern auch Taschenlampen montieren. Das erlaubt dann in finsterer Nacht die Orientierung und Navigation durch das unwegsame Gelände. Apropos Navigation, wir können mittels Touchpad des Controllers immer wieder auf die Karte schauen und uns eigene Punte setzen, um so ggf Außenposten oder andere Ziele ansteuern zu können.

Long Shots Silver

Ein Markenzeichen, mit dem das Spiel seit dem ersten Teil glänzt, sind Abschüsse aus großer Entfernung. Auch Contracts 2 macht von diesem Markenzeichen gebrauch und CI Games zeigt uns, wie toll Schüsse aus 1200 Metern und mehr sein können. Das Spiel setzt uns die Ziele nicht direkt vor die Brust, sondern wie zuvor schon gesagt ist ein behutsames Vorgehen hier Gold wert. Wir müssen Stützpunkte und potentielle Aufenthaltsorte ausspähen und die Ziele erst einmal ausfindig machen. Direkt in der ersten Mission müssen wir ein Ziel an einem Hafen, eines in einer entfernten Militärbasis und ein weiteres auf einer Ölraffinerie identifizieren. Das Vorgehen ist meist das gleiche, ihr zückt eure Drohne, Fernglas oder Gewehr, fliegt oder zoomt gen Zielbereich und sucht das hochrangige Ziel. Erst dann kommt der beste Teil des Spiels.

Da wir natürlich mit technologisch fortschrittlicher Ausrüstung unterwegs sind, machte uns das snipen der Ziele sehr großen Spaß. Mit dem Zielfernrohr erhalten wir schon fast eine Art „Aim-Assist“. Nicht das wir einfach das Fadenkreuz auf das Ziel ausrichten und einfach abdrücken müssen, es ist viel besser. Wir können nämlich, so ist es eigentlich im echten Leben auch, an diversen Stellrädchen drehen bzw. mittlerweile sind es einfach nur noch Knöpfe, da wir auch bei den Zielfernrohren im digitalen Zeitalter angekommen sein dürften. Diese fungieren wie bei einer Handykamera, dass man diverse Zoomstufen einstellt und so das Ziel deutlicher sieht. Dann wird einem noch ein senkrechter Strich mit einem deutlichen Impuls angezeigt, an welchem man erkennen kann, wie sich der Wind und die Ballistik auf den Schuss in den unterschiedlichen Metern auswirken wird und et voila können wir das Ziel mit einem präzisen Schuss erledigen. Ein Männchen im Zielfernrohr zeigt uns zudem an, wie weit unser Ziel von unserer aktuellen Position entfernt und wie das Größenverhältnis zu ihm ist.

Technik und Technik

Die Cry-Engine, die das Gerüst von Contracts 2 ist, macht hier einen fabelhaften Job. Die Areale können unterschiedlicher und größer nicht sein. Da wir nun in eher bergigen und Wüsten- Arealen unterwegs sind, ist die Welt in hellen bis dunklen Brauntönen gehalten. Spiegelungen auf der Wasseroberfläche und die richtigen Partikeleffekte runden die grafische Qualität dieses Spiels ab. Was ich schon immer an Spielen der Sniper Reihe geliebt habe ist die Kill-Cam. Hier verfolgt die Kamera ein abgeschossenes Projektil und zeigt neben Flugbahn auch den Treffer und Schaden an. In zensierten Version kommt es schonmal vor, dass der Schaden, welches die Kugel anrichtet, nicht gezeigt wird – auf jeden Fall ein Element, an dem man sich dann Satt sieht.

Was mir auf der PS5 ebenfalls gefällt sind die Vibrationen des Controllers und auch der Einsatz der adaptiven Trigger. Beim Zoom und auch beim Schuss rasten die Motoren in bestimmten Positionen ein und vermitteln so das das Waffengefühl. Texturen sind hochauflösend und Stoffe und sonstige Details, die dem Spieler ins Auge fallen, sehen einfach wunderschön aus. So ist es zum Beispiel auch möglich die abgewetzten Schriftzüge (Blank H2O2 TGS Cautions) auf Kisten lesen zu können oder aber Masern auf Panzertape zu sehen, wenn es auf Stoffen geklebt wurde. Wirklich großes Lob ans Design hier. Felsen, Büsche, Plamen, Schutt und auch baufällige Ruinen dienen der Umgebung und bieten unserem Schützen nicht nur Sichtschutz, sondern den tristen Brauntönen und der kargen Wüste ein wenig Leben einzuhauchen. Auch ein Sprung ins kühle Nass könnte an manchen Stellen von Nöten sein. Leider lässt uns die nasse Kleidung nicht langsamer laufen, bis diese trocken ist.

Was wir ein wenig bemängeln ist die gegnerische KI. Die verhält sich ab und zu sehr seltsam. Manchmal haut es einen aus dem Spielfluss heraus, da man relativ schnell entdeckt wird, auch wenn man in seine Deckung zurück huschen vermag. Auch hatten wir es einige Male, dass man entdeckt wird und direkt mit Artilleriefeuer eingedeckt wird, während an anderer Stelle der Soldat vor einem steht und wohl nicht so recht weiß, wie er / sie reagieren soll. Ansonsten ist es schon nett auch feindliche Scharfschützen kennenzulernen, die das selbe Katz und Maus Spiel umgekehrt auch beherrschen.

Sniper Ghost Warrior Contracts 2

Mit freundlicher Unterstützung von Koch Media und CI Games haben wir ein Exemplar von Sniper Ghost Warrior Contracts 2 für die PS5 zur Verfügung gestellt bekommen. Hier durften wir einen Einblick in den neuen Titel gewinnen und möchten euch mit unserem Bericht nun aufzeigen, ob sich der neue Scharfschützen-Titel für Konsole lohnt, oder ob CI Games in einigen Bereichen Verbesserungsbedarf hat. Also entsichert eure Waffe und stülpt euch euer Tarnfleck um, denn wir werden uns nun auf die Jagd nach einigen Zielen machen!

Gameplay
Grafik
Story
Inhalt
Preis / Leistung

Summary

Hat sich das Warten auf die Playstation 5 Version von Sniper Ghost Warrior Contracts 2 gelohnt? Wir würden sagen – Definitiv! Nicht nur, dass wir aus weiter Entfernung mit teurer Ausrüstung auf Beutejagt gehen können, wir bekommen zudem ein schönes neues Setting spendiert. Hinzu kommt, dass es wirklich Spaß macht Ziele aus weiter Entfernung zu eliminieren. Das hält die Immersion, tatsächlich ein Scharfschütze zu sein, auf einem hohen Level. Die Story ist natürlich nicht das Sahnehäubchen und ist an vielen Stellen austauschbar bzw. auch vorhersehbar, dennoch als Rahmenhandlung in Form eines B-Movie schon tragbar. Auch ist die KI wie Rosenkohl, entweder man mag sie und lebt damit oder man hasst sie. Insgesamt macht das Spiel einen soliden Eindruck und muss sich vor seinen Serien-Vorgängern nicht verstecken. Mir persönlich gefällt das Setting und die Distanzschüsse sehr, weswegen es aktuell zu meinen favorisierten Spielen gehört.

4.5

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