Tormented Souls PS5

Mit der freundlichen Unterstützung von PQube, dem Publisher hinter dem Spiel, durften wir zum klassischen Resident Evil Gameplay zurückkehren. Der Hersteller verspricht nämlich mit Tormented Souls, dass der klassische Survival Horror zurück sei. Diesen hat Infogrames Alone in the Dark, Capcom´s Resident Evil und auch Konami´s Silent Hill seiner Zeit geprägt. Wie wir den Trip in die unheimliche Villa und das Geheimnis rund um eine Postkarte fanden, erzählen wir euch in einem kurzen Review.

Mysteriöse Villa, geheimnisvolle Post und ein Plot der schon dazu einlädt, dass wir es hier mit einem schaurig schönen Abenteuer zu tun bekommen werden. Die Storyline wird durch Post von einem John Doe aus dem Wildberger Hospital aus Winterlake /Canada ins Rollen gebracht. John Doe ist ein englischer Platzhaltername für fiktive oder nicht identifizierte Personen. Das ist schon ein Anzeichen dafür, dass hier was nicht zu stimmen scheint. Zum allen Übel befindet sich in dem Umschlag ein Foto von zwei vermissten Zwillingen. Als Caroline Walker, die Protagonistin des Spiels, sind wir natürlich direkt angefixt und möchten diesem geheimnisvollen Foto und dessen Ursprung auf den Grund gehen.

Tormented Souls

In Winterlake / Canada beim Wildberger Hospital angekommen, merken wir al Spieler schon recht schnell, dass dies ein unheimliches Abenteuer wird. Caroline trifft bei Nacht an der seltsamen und umfunktionierten Villa ein. Als sie die Eingangshalle betritt, überkommt Resident Evil Fans ein Anflug von Freude, denn die Eingangshalle der Villa bietet fast den selben Charme wie auch die des Herrenhauses aus Teil 1. Nach der Cut-Sequenz beginnt auch das eigentliche Abenteuer.

Ah sh**, here we go again

Klingt negativ, soll es aber gar nicht. Damit meine ich eher den Spielstil von Tormented Souls. Denn durch die Rückkehr zum „klassischen Stil“ werdet ihr fixe Kameraperspektiven und viele Rätsel- und Suchaufgaben vorfinden. Der erste Raum hat mich schon eine knappe halbe Stunde beschäftigt, ehe ich einen Fuß in die Hallen setzen durfte. Problem war nämlich, dass ich nicht bedacht habe, dass man Objekte auch untersuchen und sie so manipulieren kann. So hatte ich immer den Ansatz eine Rohrpumpenzange als Türgriff zu nutzen, wurde aber mit den Worten „Das passt nicht“ abgefertigt. Bis ich verstanden hatte, dass ich die Zange auch auf die Größe des Drückers einstellen kann, habe ich schon so ziemlich alles probiert. Ich war auch plötzlich so gefrustet, dass ich erst einmal ein anderes Spiel spielen musste, da mich dieses simple Rätsel schon überforderte.

Dabei ist das gesamte Spiel darauf aufgebaut, dass man erkundet, rätselt und kämpft. Die gesamte Rätsel-Palette, die Abstract Digital hier auffährt ist einfach genial. Sie sind mehr logisch aufgebaut als bloß die Suche nach einer Kurbel für ein Sechskant-Loch. Ergänzt werden die Rätsel durch eine Parallelwelt oder auch Zeitreisen, die über in der Villa verteilte Spiegel erreicht werden kann. Diese Spiegelwelt erinnert stark an Silent Hill und wirkt mit ihrem tristen und düsteren Dasein auch so. Ein geniales Rätsel finde ich -spoileralert-

Spoiler

Dem Priester wurde in der realen Welt der Arm abgerissen, wir müssen nun mit Hilfe der Parallelwelt einige Utensilien finden. Diese können wir dann in der Parallelwelt einer Puppe anheften, um so dem Priester in der realen Welt den Arm zu retten. Als Dank erhalten wir dann ein Goodie, welches wir für das weitere Abenteuer benötigen.

Die Zeitreisen dürft ihr euch in etwa so vorstellen, dass ihr immer ein paar Tage vor den eigentlichen Ereignissen in der Villa umher geistert um euch so Wege und Hilfsmittel im Jetzt zu ermöglichen.

Waffen und Heimtücke

Neben der Munitionsknappheit für die Gegner hält uns noch ein anderes Feature in Tormented Souls in Atem. Wenn wir nämlich dunkle Bereiche betreten, dann bricht Panik bei unserer Protagonistin aus. Wenn wir zu lange ausharren, dann stirbt sie aus Angst und wir müssen beim letzten Speicherpunkt fortsetzen. Abhilfe schafft hier ein Always-On Feuerzeug, welches wir recht früh im Spiel finden. Neben dem Feuerzeug können wir aber leider keine Waffen tragen, was uns dann die Bereiche wo Dunkelheit und Monster versammelt sind, erstmal versperren.

Wie schon aus Resident Evil bekannt, steht uns ein kleines aber feines Waffenarsenal zur Verfügung, um den unterschiedlichen Gegnertypen Einhalt zu gebieten. Da es sich bei Tormented Souls um ein Krankenhaus handelt, könnt ihr euch schon vorstellen, wie die Gegner aussehen. Entweder haben wir es mit einem Klauenvieh im Rollstuhl zu tun oder ein in einer Aufrichthilfe stehenden Kugelfisch, der euch mit seinen Stacheln das Leben schwer machen will. Die Gegner halten allesamt viel aus, sodass ihr überlegen müsst, wie ihr die knappe Munition handhabt.

Tormented Souls PS5

Mit der freundlichen Unterstützung von PQube, dem Publisher hinter dem Spiel, durften wir zum klassischen Resident Evil Gameplay zurückkehren. Der Hersteller verspricht nämlich mit Tormented Souls, dass der klassische Survival Horror zurück sei. Diesen hat Infogrames Alone in the Dark, Capcom´s Resident Evil und auch Konami´s Silent Hill seiner Zeit geprägt. Wie wir den Trip in die unheimliche Villa und das Geheimnis rund um eine Postkarte fanden, erzählen wir euch in einem kurzen Review.

– Marcel Bierschenk

Gameplay
Grafik
Inhalt
Spaß
Preis / Leistung

Summary

Ein Horror Spiel auf der PS5, welches mich nach der ersten Motivationsbremse so gefesselt hat, dass ich unbedingt wissen wollte, was es mit dem Brief auf sich hat. Mit Resident Evil, Silent Hill und auch Alone in the Dark Charme versehen ist dieses Spiel wirklich purer, klassischer Horror, wie man ihn liebt. Was mich nach wie vor verwundert ist, dass man trotz aktuellen Horror Titeln und die Umstellung auf 3rd Person etc. so viel Spaß und auch so viel Angst mit Tormented Souls haben kann. Ich hoffe, das wir noch Fortsetzungen oder ähnliche Titel zu sehen bekommen.

4.8

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