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Borderlands 4: Mad Ellie and the Vault of the Damned DLC

Mit 'Mad Ellie and the Vault of the Damned' liefert Gearbox den ersten großen Story-DLC für Borderlands 4 und der fällt überraschend düster aus. Statt gewohntem Krawallhumor erwartet uns eine Mischung aus Sci-Fi-Wahnsinn und kosmischem Horror, die sich deutlich von früheren Erweiterungen abhebt. Doch schafft es der DLC, trotz seiner vergleichsweise kurzen Spielzeit und des stolzen Preises, zu überzeugen?

Borderlands 4: Mad Ellie and the Vault of the Damned DLC
Dieses Spiel wurde uns vom Publisher kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung.

Borderlands 4

Story & Umfang

Die Kampagne ist mit etwa 3,5 bis 4 Stunden recht kompakt, ergänzt durch rund ein bis zwei Stunden optionaler Inhalte. Für Borderlands-Verhältnisse bewegt sich das im soliden Mittelfeld, wirkt aber dennoch etwas knapp, vor allem, wenn man den Preis im Hinterkopf behält.

Die Story selbst ist zweischneidig: Einerseits überzeugt sie mit emotionalen Momenten rund um Ellie und Moxxi sowie einer interessanten Horror-Thematik. Andererseits fehlt es an einem wirklich starken Finale. Der Endboss bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück und sorgt für einen eher unspektakulären Abschluss.

Borderlands 4Borderlands 4

Positiv hervorzuheben ist die Rückkehr bekannter Figuren und Feinde aus früheren Teilen, ein netter Fanservice, der gut eingebettet wurde.

Atmosphäre & Gameplay

Spielerisch bleibt sich Borderlands treu: Loot, Gunplay und Skilltrees greifen gewohnt präzise ineinander. Besonders der neue Vault Hunter C4sh sticht hervor. C4sh ist dabei kein komplizierter Build-Baukasten, sondern funktioniert direkt von Anfang an erstaunlich rund. Seine Skills sind klar auf Aggression ausgelegt: viel Schaden, schnelle Abklingzeiten und starke Boni, sobald man im Flow ist und Gegnerketten aufbaut. Gerade wenn man sich durch Gruppen schießt, merkt man schnell, wie gut seine Fähigkeiten ineinandergreifen.

Borderlands 4

Spannend wird es aber durch seinen leichten Glücksspiel-Twist. Viele seiner Talente arbeiten mit zufälligen Buffs oder proccen zusätzliche Effekte, die mal mehr, mal weniger stark ausfallen. Das sorgt dafür, dass sich Kämpfe mit ihm oft ein bisschen unberechenbar anfühlen, jedoch im positiven Sinne. Wenn die richtigen Effekte zünden, räumt C4sh ganze Gegnerwellen im Alleingang weg.

Im Vergleich zu anderen Kammerjägern wirkt C4sh weniger wie ein Nischen-Charakter und eher wie ein solider Allrounder, der fast immer funktioniert. Dazu kommt sein trockener Humor, der gut zum Ton des DLCs passt und ihn schnell sympathisch macht. Für viele dürfte er deshalb einer der spaßigsten Charaktere im aktuellen Roster sein. Und das ist auch mitunter ein Hauptargument für den DLC!

Was jedoch sofort auffällt, ist die veränderte Tonalität. Der DLC setzt stark auf Horror-Elemente. Die Gegner, insbesondere die deformierten Dahl-Soldaten, wirken stellenweise wie direkt aus einem Dead-Space-Albtraum entsprungen. Diese Mischung aus klassischem Borderlands-Gameplay und unheimlicher Atmosphäre funktioniert überraschend gut und sorgt für frischen Wind.

Borderlands 4Borderlands 4

Allerdings bleibt das Endgame-Angebot dünn. Nach Abschluss der Story fehlt es an motivierenden Aktivitäten, die langfristig binden. Hier verschenkt der DLC Potenzial.

Grafik & Präsentation

Optisch zeigt sich der DLC von seiner besten Seite. Die neuen Gebiete, wie Bloodstained Hollow und die Maelstrom-Region, gehören zu den visuell stärksten Arealen des Spiels. Die düstere Beleuchtung, grotesken Gegnerdesigns und das Spiel mit kosmischem Horror erzeugen eine dichte Atmosphäre.

Borderlands 4Borderlands 4

Zwar wirken einige Abschnitte etwas vertraut, insgesamt überwiegt aber der Eindruck eines stilistisch mutigen DLCs, der sich deutlich vom Hauptspiel abhebt.

CPU
Ryzen 7 7800X3D
GPU
RTX 5070 Ti
RAM
32GB DDR5 6000 MHz CL30
Mainboard
ASUS ROG STRIX B650E-F GAMING WIFI
SSD
4TB Samsung Evo Pro NVMe
OS
Windows 11
Monitor
ASUS ROG Swift PG32UCDMZ 32 Zoll 4K QD-OLED
Auflösung
2160p

Preis-Leistung

Der wohl größte Kritikpunkt bleibt der Preis. Rund 30 Euro sind für die gebotene Spielzeit kein Schnäppchen. Rechnet man jedoch den enthaltenen Vault Hunter mit ein, relativiert sich das Ganze etwas.

Dennoch: Wer rein auf die Story schielt, könnte sich fragen, ob der Umfang den Preis rechtfertigt. Fans der Reihe oder Spieler, die gerne neue Charaktere ausprobieren, bekommen jedoch durchaus Gegenwert.

Borderlands 4

1080p Max FPS
220 FPS
1440p Max FPS
165 FPS
4K Max FPS
120 FPS
1080p Max Settings
150 FPS
1440p Max Settings
110 FPS
4K Max Settings
80 FPS
Borderlands 4
80
💎Großartig

Borderlands 4

Publisher: 2K Games • Developer: Gearbox Software 12.9.2025
Grafik90%
Gameplay85%
Inhalt75%
Preis / Leistung70%

Positives

  • +Stimmungsvolle Horror-Atmosphäre
  • +Neuer Vault Hunter C4sh macht extrem viel Spaß
  • +Gelungene Mischung aus Humor und düsterem Ton
  • +Visuell starke Gebiete (insbesondere Maelstrom & Bloodstained Hollow)
  • +Gute Charakterentwicklung bei Ellie und Moxxi

Negatives

  • -Kurze Spielzeit
  • -Enttäuschender Endboss
  • -Wenig Endgame-Content
  • -Hoher Preis für den Umfang
  • -Story teilweise unausgegoren

Fazit

'Mad Ellie and the Vault of the Damned' ist ein mutiger DLC, der mit seiner düsteren Horror-Ausrichtung frischen Wind in die Borderlands-Formel bringt. Starke Atmosphäre, ein unterhaltsamer neuer Vault Hunter und einige visuell beeindruckende Gebiete stehen jedoch einem schwachen Finale und begrenztem Umfang gegenüber. Für Fans der Reihe lohnt sich der Ausflug definitiv, alle anderen sollten mit realistischen Erwartungen herangehen.

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