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The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered

Vor gut einem Jahr hat das Remaster von The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered. Die Neuauflage des Rollenspiel-Klassikers von Bethesda Game Studios, umgesetzt zusammen mit Virtuos, bringt Cyrodiil technisch in die Neuzeit, ohne den leicht chaotischen Charme des Originals zu verlieren. Und genau dieser Spagat macht den Reiz aus. Wir durften uns das Spiel noch einmal auf dem PC ein Jahr nach dem Release ansehen und sind nach wie vor vom Spiel entzückt!

The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered
Dieses Spiel wurde uns vom Publisher kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung.

Vertraut, verbessert, immer noch herrlich schräg

Spielerisch bleibt das Grundgerüst praktisch identisch: Offene Welt, freie Charakterentwicklung, Fraktionen, unzählige Nebenquests. Wer das Original kennt, findet sich sofort zurecht. Neu sind allerdings einige Komfort-Verbesserungen: Sprinten, flüssigere Trefferanimationen und eine deutlich bessere Third-Person-Kamera sorgen dafür, dass Kämpfe weniger steif wirken. Das Kampfsystem bleibt zwar kein Action-Feuerwerk, fühlt sich aber endlich so an, als würde man wirklich mit einem Schwert zuschlagen – statt Luft zu verprügeln.

The Elder Scrolls IV: Oblivion RemasteredThe Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered

Das überarbeitete Levelsystem ist ein Highlight. Es kombiniert klassische Mechaniken mit moderneren Ansätzen, wie man sie aus The Elder Scrolls V: Skyrim kennt. Dadurch wird Progression nachvollziehbarer und weniger frustrierend als früher, wo falsche Skillwahl schnell zum Balance-Albtraum wurde.

The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered

Die Questqualität bleibt eine der größten Stärken. Vor allem die Gildenstränge - allen voran die Dunkle Bruderschaft - zeigen, warum Oblivion bis heute als Meister der Nebenquests gilt. Kreative Missionen, überraschende Wendungen und echte Entscheidungsfreiheit sorgen dafür, dass man sich ständig sagt: „Nur noch eine Quest“.

Ein gewaltiger Sprung nach vorn

Optisch ist das Remaster eine kleine Sensation. Beleuchtung, Vegetation, Gesichter und Texturen wurden komplett neu gebaut. Wälder wirken dichter, Städte lebendiger und Charaktermodelle endlich menschlich statt wachsig. Besonders Gesichter profitieren enorm: Hautstrukturen, Mimik und Details verleihen NPCs Persönlichkeit, statt sie wie generische Klone aussehen zu lassen.

The Elder Scrolls IV: Oblivion RemasteredThe Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered

Allerdings ist nicht alles perfekt. Gelegentlich flackern Schatten, manche Innenräume haben seltsame Lichtwerte und selten ploppen Objekte sichtbar ins Bild. Nichts davon zerstört das Spielerlebnis, aber man merkt, dass hier alte Technik unter der neuen Oberfläche arbeitet.

Ein Rollenspiel-Gigant bleibt ein Gigant

Am Umfang hat sich nichts geändert – und das ist gut so. Die Hauptstory rund um den ermordeten Kaiser, gesprochen von Patrick Stewart, ist solide Fantasykost. Die wahre Stärke liegt jedoch in der Welt selbst. Bücher, Dialoge und Orte erzählen Geschichten, die man nur entdeckt, wenn man sich Zeit nimmt.

The Elder Scrolls IV: Oblivion RemasteredThe Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered

Alle Erweiterungen sind direkt enthalten, wodurch man locker weit über 100 Stunden Spielzeit erreichen kann. Besonders die Add-ons sorgen für Abwechslung und zeigen, wie viel kreatives Potenzial schon damals in diesem Spiel steckte.

Features & Performance

Technisch läuft die PC-Version überwiegend stabil und skaliert gut mit moderner Hardware. Ladezeiten sind kurz, Framerate-Einbrüche selten. Trotzdem schleppen sich einige alte Bugs ins Remaster: NPCs bleiben hängen, Questskripte zicken gelegentlich. Veteranen werden schmunzeln, Neulinge vielleicht die Stirn runzeln.

The Elder Scrolls IV: Oblivion RemasteredThe Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered

Ein nettes Detail: Man kann bereits während der Installation mit der Charaktererstellung starten – perfekt für Ungeduldige und Kreativmonster.

Seit dem Release hat sich hinter den Kulissen ebenfalls einiges getan: Mehrere größere Updates haben spürbar an Stabilität und Komfort geschraubt, ohne den Kern des Spielerlebnisses anzutasten. Vor allem die ersten beiden Patches konzentrierten sich darauf, Quest-Blocker, Abstürze und kleinere Technikmacken auszumerzen, die zum Launch noch gelegentlich den Spielfluss störten. Gleichzeitig wurden Balance-Feinjustierungen und zusätzliche Schwierigkeitsoptionen ergänzt, wodurch sich das Abenteuer heute deutlich runder anfühlt als noch zum Start. Zwar merkt man stellenweise noch die alte Engine unter der modernisierten Oberfläche, insgesamt wirkt das Spiel nach einem Jahr Support aber merklich ausgereifter und angenehmer zu spielen, genau so, wie man es sich von einer gepflegten Remaster-Version erhofft.

The Elder Scrolls IV: Oblivion RemasteredThe Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered

🖥️ Testsystem

CPU
Ryzen 7 7800X3D
GPU
RTX 5070 Ti
RAM
32GB DDR5 6000 MHz CL30
Mainboard
ASUS ROG STRIX B650E-F GAMING WIFI
SSD
4TB Samsung Evo Pro NVMe
OS
Windows 11
Monitor
ASUS ROG Swift PG32UCDMZ 32 Zoll 4K QD-OLED
Auflösung
2160p

The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered

⚡ + 📊 Benchmark

1080p Max FPS
200 FPS
1440p Max FPS
165 FPS
4K Max FPS
95 FPS
1080p Max Settings
140 FPS
1440p Max Settings
120 FPS
4K Max Settings
62 FPS
The Elder Scrolls IV: Oblivion RemasteredThe Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered
The Elder Scrolls 4: Oblivion Remastered
91
🔥Atemberaubend

The Elder Scrolls 4: Oblivion Remastered

Publisher: Bethesda Softworks • Developer: Bethesda Game StudiosVirtuos 22.4.2025
pc
ps
xb
Grafik95%
Gameplay90%
Inhalt95%
Preis / Leistung85%

Positives

  • +Massive grafische Aufwertung mit moderner Beleuchtung und neuen Assets
  • +Verbesserte Animationen und flüssigeres Kampffeedback
  • +Überarbeitetes Levelsystem sorgt für bessere Progression
  • +Enormer Umfang inklusive aller Erweiterungen
  • +Kreative, abwechslungsreiche Nebenquests
  • +Stabilere Performance auf moderner PC-Hardware
  • +Charme und Eigenheiten des Originals bleiben erhalten

Negatives

  • -Gelegentliche Grafikglitches (Licht, Schatten, Pop-ins)
  • -Kampfsystem trotz Verbesserungen nicht auf modernem Action-RPG-Niveau
  • -Hauptstory solide, aber weniger stark als viele Nebenquests
  • -Technische Altlasten unter der Oberfläche spürbar

Fazit

Oblivion Remastered ist keine radikale Neuerfindung, sondern eine liebevolle Restaurierung. Es sieht aus wie ein modernes Rollenspiel, spielt sich aber bewusst wie ein Klassiker. Genau das ist seine größte Stärke – und seine größte Schwäche zugleich. Wer ein makelloses Next-Gen-RPG erwartet, wird die Ecken und Kanten bemerken. Wer hingegen ein riesiges, charmant unperfektes Fantasy-Abenteuer sucht, bekommt hier eines der besten seiner Art in der schönsten Version überhaupt.

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