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The Rogue Prince of Persia

Mit The Rogue Prince of Persia bringt Ubisoft gemeinsam mit Evil Empire frischen Wind in eine traditionsreiche Reihe – zumindest auf dem Papier. Die Mischung aus klassischem Parkour der Prince of Persia-Reihe und modernen Roguelite-Elementen klingt vielversprechend. Doch kann das Spiel auf der Nintendo Switch 2 wirklich überzeugen oder bleibt es ein solides, aber schnell vergessenes Abenteuer?

The Rogue Prince of Persia
Dieses Spiel wurde uns vom Publisher kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung.
The Rogue Prince of PersiaThe Rogue Prince of Persia

Ein Prinz zwischen Leben und Tod

Die Handlung von The Rogue Prince of Persia bleibt bewusst im Hintergrund, liefert aber zumindest einen funktionalen Rahmen für das Geschehen. Das Königreich wird von einer mysteriösen, magisch verstärkten Invasion überrannt, während der Prinz selbst scheinbar dem Tod entkommt – dank eines Amuletts, das ihn immer wieder ins Leben zurückholt. Dieser Kniff erklärt elegant die Roguelite-Mechanik, bleibt erzählerisch jedoch eher oberflächlich.

The Rogue Prince of Persia

Zwar werden immer wieder kleine Dialoge und Begegnungen eingestreut, doch echte Spannung oder emotionale Bindung kommen selten auf. Interessant ist immerhin der innere Konflikt des Prinzen, der ausgerechnet durch die Magie überlebt, die er eigentlich bekämpfen will – ein Ansatz, der jedoch nie ganz ausgeschöpft wird. Im Vergleich zu Genre-Größen wie Hades fehlt es hier schlicht an erzählerischer Tiefe.

Zwischen Parkour-Flow und Roguelite-Routine

Der größte Trumpf des Spiels ist ohne Frage das Bewegungsgefühl. Der Prinz flitzt mit beeindruckender Leichtigkeit durch die Level, kombiniert Wallruns, Sprünge und Ausweichmanöver zu einem angenehm dynamischen Flow. Gerade wenn man einmal im Rhythmus ist, entsteht ein fast schon hypnotisches Spielgefühl, das stark an Dead Cells erinnert. Fans von Prince of Persia: The Lost Crown werden sich beim Movement sofort heimisch fühlen, doch während Lost Crown auf eine zusammenhängende Welt und stetigen Fortschritt setzt, verfolgt The Rogue Prince of Persia einen klaren Roguelite-Ansatz mit wiederholten Runs. Das sorgt zwar für ein schnelleres, direkteres Spielgefühl, nimmt dem Abenteuer aber auch einen Teil seiner Tiefe. Allerdings zeigt sich schnell die Kehrseite des Roguelite-Ansatzes: Die Runs ähneln sich oft stärker, als es dem Spiel guttut. Zwar gibt es unterschiedliche Waffen und Fähigkeiten, doch deren Einfluss auf den Spielstil bleibt überraschend gering. Viele Durchläufe fühlen sich daher eher wie Variationen desselben an, statt echte neue Strategien zu eröffnen.

Auch das Kampfsystem ist zweischneidig. Es funktioniert grundsätzlich gut, leidet aber unter kleinen Ungenauigkeiten. Manche Angriffe treffen nicht sauber, Gegner verhalten sich gelegentlich schwer lesbar, und visuelle Effekte können wichtige Informationen überdecken. Das sorgt gerade in hektischen Situationen für unnötige Frustmomente.

Comic-Charme trifft persische Kulisse

Optisch hebt sich The Rogue Prince of Persia erfreulich vom Genre ab. Der klare, comicartige „Ligne-claire“-Look erinnert an europäische Comics und sorgt für einen frischen visuellen Eindruck.

The Rogue Prince of Persia

Besonders helle, farbenfrohe Areale profitieren von diesem Stil und wirken lebendig und charmant. In dunkleren Abschnitten hingegen verliert die Optik etwas an Wirkung und wirkt stellenweise fast verschenkt. Dennoch bleibt der Gesamteindruck positiv, gerade auf dem Display der Switch 2 kommt die klare Linienführung sehr gut zur Geltung.

Saubere Performance im Handheld-Gewand

Auf der Nintendo Switch 2 läuft das Spiel erfreulich stabil. Die Bildrate bleibt auch in chaotischen Kämpfen weitgehend konstant, und Ladezeiten sind angenehm kurz. Die präzise Steuerung ist dabei essenziell und funktioniert größtenteils zuverlässig, auch wenn kleinere Ungenauigkeiten im Kampfsystem bestehen bleiben.

The Rogue Prince of Persia

Solider Umfang mit begrenzter Langzeitmotivation

Mit einer Spielzeit von rund 20 bis 30 Stunden bietet The Rogue Prince of Persia einen ordentlichen Umfang. Optional lassen sich weitere Inhalte freischalten, was Completionists zusätzliche Motivation gibt. Dennoch macht sich mit der Zeit eine gewisse Monotonie bemerkbar, da die spielerische Vielfalt begrenzt bleibt und sich viele Runs zu ähnlich anfühlen.

The Rogue Prince of Persia

The Rogue: Prince of Persia
79
👍Gut

The Rogue: Prince of Persia

Publisher: Ubisoft • Developer: Evil Empire 27.5.2024
Grafik85%
Gameplay75%
Inhalt75%
Preis / Leistung80%

Positives

  • +Sehr flüssiges und befriedigendes Movement
  • +Stilvolle, eigenständige Comic-Optik
  • +Solide Performance auf der Switch 2
  • +Schneller Einstieg, zugängliches Gameplay

Negatives

  • -Kaum spielerische Abwechslung zwischen Runs
  • -Kampfsystem mit kleinen Ungenauigkeiten
  • -Schwache Story und blasse Charaktere
  • -Wenig Innovation im Roguelite-Genre

Fazit

The Rogue Prince of Persia ist ein gutes Spiel, aber selten ein herausragendes. Es überzeugt mit geschmeidigem Movement und einem starken Artstyle, verliert jedoch durch repetitive Runs und wenig tiefgehende Mechaniken an Langzeitmotivation. Wer ein solides Roguelite für zwischendurch sucht, wird hier definitiv unterhalten.

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