Avatar: Frontiers of Pandora - From the Ashes DLC
Das Review zum Hauptspiel könnt ihr hier nachlesen. Das Hauptspiel ist vor 2 Jahren erschienen und hatte bis dato schon die ein oder andere Expansion gelifert. From the Ashes ist nun die dritte große Erweiterung des Spiels und bringt den gleichnamigen Kinofilm locker und im thematischen Sinne mit im Spiel unter. Das Spiel ist eine für sich inhaltlich eine eigene abgeschlossene Story.
Gameplay – Vertraut, aber spürbar geschärft
Wer das Grundspiel mochte, wird sich sofort zuhause fühlen. Erkunden, schleichen, kämpfen, fliegen – all das bleibt im Kern erhalten, fühlt sich aber an vielen Stellen verfeinert an. Besonders auffällig ist der spielbare Fokus auf So’lek, dessen Kampfstil deutlich aggressiver und direkter ausfällt. Brutale Finisher, ein erweitertes Kampffeeling und neue taktische Möglichkeiten sorgen dafür, dass Auseinandersetzungen wuchtiger und persönlicher wirken.
Die Bosskämpfe sind dabei ein echtes Highlight: abwechslungsreich inszeniert, fordernd und endlich mal Gegner, die nicht nach Schema F abgearbeitet werden. Hier wird man gefordert – und das im positiven Sinne. Auch der Einsatz des Ikran wird stärker in Kämpfe eingebunden und sorgt für dynamische Situationen, die sich angenehm vom bekannten Gameplay-Mix abheben.
Nicht alles ist perfekt: Einige RDA-Anlagen sind unnötig verschachtelt und lassen klare Zielvorgaben vermissen. Wer sich hier einmal verläuft oder Aktionen in der „falschen“ Reihenfolge erledigt, kann kurzzeitig ausgebremst werden. Glücklicherweise bleibt das die Ausnahme.
Grafik & Atmosphäre – Pandora zeigt Narben
Visuell ist From the Ashes ein Brett. Der neue, teils verwüstete Abschnitt Pandoras wirkt gleichzeitig trostlos und faszinierend. Verbrannte Landschaften, rauchende Ruinen und melancholische Farbpaletten erzählen ihre eigene Geschichte – ganz ohne Dialog. Massive versteht es erneut meisterhaft, Umweltstorytelling einzusetzen.
Technisch läuft der DLC erfreulich stabil. Ladezeiten sind kurz, Framerate-Einbrüche kaum vorhanden, und auch nach vielen Stunden Spielzeit traten keine nennenswerten Bugs auf. Ein besonderes Lob verdient die optionale Third-Person-Perspektive, die nicht nur spielerisch frischen Wind reinbringt, sondern auch für viele Spieler deutlich angenehmer sein dürfte.
Story & Features – Überraschend stark
Ohne zu spoilern: Die Erzählung gehört zum Besten, was Frontiers of Pandora bisher geboten hat. Emotional, gut getaktet und mit Momenten, die wirklich hängen bleiben. Die Geschichte fügt sich organisch ins Avatar-Universum ein, ohne sich aufdringlich an den Filmen zu bedienen – Referenzen sind da, dominieren aber nie.
Auch Nebenquests wissen zu überzeugen. Sie sind mehr als bloßes Beiwerk und bieten nette Rückbezüge auf bekannte Orte, Figuren und Ereignisse. Selbst Sammelaufgaben, sonst ein typischer Ubisoft-Kritikpunkt, halten sich angenehm in Grenzen und fühlen sich selten nach Pflichtarbeit an.





