
Diablo II: Resurrected – Reign of the Warlock
Mit dem DLC "Reign of the Warlock" läutet Blizzard das nächste Kapitel in der Geschichte von Diablo II: Resurrected ein. Für Fans, die seit Jahren auf neue Impulse in dem Remaster warten, ist diese Erweiterung wie ein Ritterschlag: Eine komplett neue Klasse, überarbeitete Endgame-Zonen und Komfortfeatures, die das Spielgefühl moderner machen, ohne den klassischen Diablo-Charme zu verraten.
Chaos, Dämonen & ein neuer Archetyp
Die größte Neuerung ist natürlich der Warlock selbst. Als düsterer Magier, der verbotene Künste nutzt, Dämonen bindet und Chaoskräfte entfesselt, bringt er ein völlig neues Spielgefühl ins alte Sahnehäubchen von Sanctuary. Die Fertigkeitenbäume „Dämon“, „Abscheulich“ und „Chaos“ erlauben sowohl beschwörungs- als auch zerstörerische Builds – und das mit einer Taktiktiefe, die sich wohltuend von klassischen Sorceress- oder Necro-Spielweisen unterscheidet.
Spieler können Dämonen fesseln, deren Kräfte übernehmen oder spektakuläre Chaos-Zauber entfesseln. Die mechanische Mischung aus Fernkampf-Magie und teils hybriden Nahkampf-Optionen sorgt besonders im späteren Verlauf für ordentlich Abwechslung. Der Warlock bringt definitiv frischen Wind ins Spiel, auch wenn zwischendurch Fragen wegen des Balancing aufkommen (wie Über- oder Unterpower in bestimmten Phasen) dürften. Spielt man nämlich von Anfang (sofern möglich) den Ring of Fire, so kann man ganze Gegnerhorden instant auslöschen, während die Dämonen am Anfang noch sehr handzahm wirken.
Klassisch mit modernen Akzenten
Technisch bleibt "Reign of the Warlock" dem überarbeiteten Resurrected-Stil treu: Die bekannte 3D-Optik fühlt sich trotz der neuen Klasse und Effekte gewohnt düster und stimmig an. Blizzard hat zwar keine Grundgrafik-Revolution durchgeführt, aber die visuellen Effekte der neuen Skills und Dämonen sind sauber animiert und fügen sich gut ins Gesamtbild ein. Besonders die neuen Endgame-Bosse und Terror-Zone-Varianten bieten eindrucksvolle Inszenierungen. Die Performance auf dem PC ist stabil und wir sind während des Tests auf keinerlei Fehler gestoßen.
Mehr als nur ein neuer Held
Neben dem Warlock spendiert Reign of the Warlock dem Klassiker mehrere bedeutende Verbesserungen und Inhalte:
- Neue Endgame-Mechaniken: Terror Zones lassen sich jetzt aktiv auswählen, die „Heralds of Terror“ jagen euch auf höllischem Schwierigkeitsgrad, und die neuen „Colossal Ancients“ sorgen für taktisch fordernde Bosskämpfe.
- Quality-of-Life-Features: Ein Loot-Filter, der für mehr Übersicht sorgt, stapelbare Items und zusätzliche Stash-Tabs sowie die Chronik – ein Logbuch, das eure Sammel-Fortschritte dokumentiert und mit Belohnungen versüßt.
- Neue Items & Runenwörter: Frische Ausrüstung und Sets erweitern die Build-Vielfalt und sorgen für erneute Motivation, alte Builds frisch zu denken.
Die Menge an Features könnte, zumindest am Anfang, etwas überfordernd wirken, vor allem für Rückkehrer, die lange nicht gespielt haben. Kritik ist zudem in dem Bereich gerechtfertigt, da bestimmte Funktionen, wie z.B. die Loot-Filter, ausschließlich mit dem DLC freigeschaltet werden und nicht für alle Spieler zugänglich sind.
Der DLC ist mit rund 24,99 € (oder als Teil der Infernal Edition inklusive Hauptspiel für 39,99 € - auch auf Steam verfügbar) angesetzt. Für Hardcore-Fans ist das Angebot ein Must-Buy!










