
Commandos: Origins - Shadows over Crete
Unser ursprüngliches Review zu Commandos: Origins für die Konsole findest du hier. Kalypso hat uns darüber hinaus mit einem weiteren Key unterstützt, damit wir den DLC und auch das Hauptspiel für den PC testen konnten - Lieben Dank dafür!
Warum wir von der Konsolen-Version auf die PC-Version geswechselt sind? Maus und Tastatur bieten deutlich präzisere Steuerung, besonders beim gleichzeitigen Koordinieren mehrerer Commandos oder beim millimetergenauen Positionieren im oder am Sichtkegel der Gegner. Gerade in hektischen Situationen fühlt sich das Spiel auf dem PC weniger hakelig und insgesamt taktischer an. Dazu kommen typische PC-Vorteile: höhere Bildraten, feinere Grafikoptionen und meist schnellere Ladezeiten (je nach Hardware). Das sorgt dafür, dass die ohnehin detailreichen Karten noch besser wirken und Animationen flüssiger laufen.
Guerilla-Stealth in Sonnendörfern
Der DLC schickt dich und dein bewährtes Commandos-Team auf vier neue, vollständig vertonte Missionen hinter die feindlichen Linien der deutschen Besatzung auf Kreta. Du schleichst durch sonnige Küstenvillen, antike Ruinen und eine weitläufige Hafenstadt, bevor du dich auf einer Festungsinsel behauptest.
Die Stealth-Mischung fühlt sich vertraut an: Planung und Geduld sind Trumpf, jede falsche Bewegung kann Alarm auslösen. Neu im Taktikkoffer sind deutsche Fallschirmjäger, schnelle Eingreiftruppen, die unerwartet herunterstoßen und dein ruhiges Tarnspiel aufmischen. Die Idee ist erfrischend, doch in der Praxis wirken sie oft nur wie etwas stärkere Standardgegner, denen du mit den richtigen Werkzeugen (Sniper, Ablenkung, Marine) meist gut aus dem Weg gehen kannst.
Allgemein bieten die Karten mehr Höhepunkte als das Hauptspiel: abwechslungsreichere Ansichten und interessante Ziele gepaart mit klassischem Taktik-Puzzle-Gameplay. Trotzdem bleibt das Missionsdesign bisweilen linear, und Spezialfähigkeiten der Charaktere werden nicht immer vollständig ausgeschöpft.
Mediterraner Charme trifft Kriegsschauplatz
Optisch macht Shadows over Crete viel richtig. Die Inselwelt wirkt lebendig, mit weiß getünchten Gebäuden, strahlender Sonne und kontrastreichen Schatten, die ihrer neuen Kulisse gerecht werden. Die Detailverliebtheit in Umgebungen und Architektur verleiht dem DLC eine starke Atmosphäre, die den historischen Schauplatz gut transportiert.
Animationen und Effekte sind solide, auch wenn gelegentliche KI-Ungenauigkeiten oder starre Charakterbewegungen den Eindruck etwas trüben können. Dennoch gehört das Setting zu den Höhepunkten der Erweiterung und hebt Shadows over Crete deutlich vom Basisinhalt ab.
Viel Taktik, wenig Innovation
Inhaltlich setzt der DLC genau da an, wo das Hauptspiel aufgehört hat: Taktik, Stealth und Puzzle-artige Herausforderungen stehen im Vordergrund. Vier Missionen mögen auf dem Papier überschaubar klingen, doch sie bieten einige Stunden Spielspaß und fordern deine strategischen Fähigkeiten.
Dennoch gab es auch Kritik aus der Community: Einige Spieler bemängeln, dass die Erweiterung nahe am Basisspiel bleibt und wenig wirklich Neues bietet. Auch technische Ungereimtheiten wie Bugs, Ladezeiten oder Balance-Schwächen wurden mehrfach genannt, auch wenn viele Probleme durch Updates gelindert wurden.
Neu eingeführte Charaktere gibt es nicht – dein Commandos-Team bleibt unverändert – und die Gegner halten sich in der Vielfalt eher zurück. Mehr kreative Missionstypen oder zusätzliche Spielmechaniken hätten dem DLC gut getan.








