
The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered
Vertraut, verbessert, immer noch herrlich schräg
Spielerisch bleibt das Grundgerüst praktisch identisch: Offene Welt, freie Charakterentwicklung, Fraktionen, unzählige Nebenquests. Wer das Original kennt, findet sich sofort zurecht. Neu sind allerdings einige Komfort-Verbesserungen: Sprinten, flüssigere Trefferanimationen und eine deutlich bessere Third-Person-Kamera sorgen dafür, dass Kämpfe weniger steif wirken. Das Kampfsystem bleibt zwar kein Action-Feuerwerk, fühlt sich aber endlich so an, als würde man wirklich mit einem Schwert zuschlagen – statt Luft zu verprügeln.
Das überarbeitete Levelsystem ist ein Highlight. Es kombiniert klassische Mechaniken mit moderneren Ansätzen, wie man sie aus The Elder Scrolls V: Skyrim kennt. Dadurch wird Progression nachvollziehbarer und weniger frustrierend als früher, wo falsche Skillwahl schnell zum Balance-Albtraum wurde.
Die Questqualität bleibt eine der größten Stärken. Vor allem die Gildenstränge - allen voran die Dunkle Bruderschaft - zeigen, warum Oblivion bis heute als Meister der Nebenquests gilt. Kreative Missionen, überraschende Wendungen und echte Entscheidungsfreiheit sorgen dafür, dass man sich ständig sagt: „Nur noch eine Quest“.
Ein gewaltiger Sprung nach vorn
Optisch ist das Remaster eine kleine Sensation. Beleuchtung, Vegetation, Gesichter und Texturen wurden komplett neu gebaut. Wälder wirken dichter, Städte lebendiger und Charaktermodelle endlich menschlich statt wachsig. Besonders Gesichter profitieren enorm: Hautstrukturen, Mimik und Details verleihen NPCs Persönlichkeit, statt sie wie generische Klone aussehen zu lassen.
Allerdings ist nicht alles perfekt. Gelegentlich flackern Schatten, manche Innenräume haben seltsame Lichtwerte und selten ploppen Objekte sichtbar ins Bild. Nichts davon zerstört das Spielerlebnis, aber man merkt, dass hier alte Technik unter der neuen Oberfläche arbeitet.
Ein Rollenspiel-Gigant bleibt ein Gigant
Am Umfang hat sich nichts geändert – und das ist gut so. Die Hauptstory rund um den ermordeten Kaiser, gesprochen von Patrick Stewart, ist solide Fantasykost. Die wahre Stärke liegt jedoch in der Welt selbst. Bücher, Dialoge und Orte erzählen Geschichten, die man nur entdeckt, wenn man sich Zeit nimmt.
Alle Erweiterungen sind direkt enthalten, wodurch man locker weit über 100 Stunden Spielzeit erreichen kann. Besonders die Add-ons sorgen für Abwechslung und zeigen, wie viel kreatives Potenzial schon damals in diesem Spiel steckte.
Features & Performance
Technisch läuft die PC-Version überwiegend stabil und skaliert gut mit moderner Hardware. Ladezeiten sind kurz, Framerate-Einbrüche selten. Trotzdem schleppen sich einige alte Bugs ins Remaster: NPCs bleiben hängen, Questskripte zicken gelegentlich. Veteranen werden schmunzeln, Neulinge vielleicht die Stirn runzeln.
Ein nettes Detail: Man kann bereits während der Installation mit der Charaktererstellung starten – perfekt für Ungeduldige und Kreativmonster.
Seit dem Release hat sich hinter den Kulissen ebenfalls einiges getan: Mehrere größere Updates haben spürbar an Stabilität und Komfort geschraubt, ohne den Kern des Spielerlebnisses anzutasten. Vor allem die ersten beiden Patches konzentrierten sich darauf, Quest-Blocker, Abstürze und kleinere Technikmacken auszumerzen, die zum Launch noch gelegentlich den Spielfluss störten. Gleichzeitig wurden Balance-Feinjustierungen und zusätzliche Schwierigkeitsoptionen ergänzt, wodurch sich das Abenteuer heute deutlich runder anfühlt als noch zum Start. Zwar merkt man stellenweise noch die alte Engine unter der modernisierten Oberfläche, insgesamt wirkt das Spiel nach einem Jahr Support aber merklich ausgereifter und angenehmer zu spielen, genau so, wie man es sich von einer gepflegten Remaster-Version erhofft.
🖥️ PC-Setup & Grafiksettings – Oblivion Remastered
Hardware
- CPU: AMD Ryzen 7 7800X3D (8-Core)
- GPU: NVIDIA GeForce RTX 5070 Ti
- RAM: 32 GB DDR5 CL30 – 6000 MHz
- Speicher: Samsung Evo SSD
Durchschnittliche FPS: 120
Grafik – Qualitätsprofil
- Qualitätsgrad: Benutzerdefiniert
- Sichtweitenqualität: Hoch
- Effektqualität: Hoch
- Pflanzenqualität: Hoch
- Schattenqualität: Hoch
- Globale Beleuchtungsqualität: Hoch
- Texturqualität: Hoch
- Spiegelungsqualität: Hoch
Erweiterte Grafikoptionen
- Nachbearbeitungsqualität: Hoch
- Haarqualität: Hoch
- Stoffqualität: Hoch
- Lumen Hardware Raytracing: Aus
- Lumen Software RT – Qualität: Niedrig
- Kantenglättung: TSR
- Upscaling: DLSS
- DLSS-Modus: Leistung
| Benchmark | Auflösung | Preset | Upscaling / RT | Ø FPS | 1% Low | System / Auslastung | Eindruck |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Custom High | 1440p | Hoch (Custom) | DLSS Leistung / RT Aus | 120 | ~95 | Ryzen 7 7800X3D · RTX 5070 Ti · 32 GB DDR5 | Sehr flüssig, stabile Frametime |
| Ultra | 1440p | Ultra | DLSS Qualität | ~95 | ~72 | GPU: Hoch / CPU: Mittel | Sehr scharfes Bild + stabile Frames |
| Raytracing On | 1440p | Hoch | Lumen Hardware RT + DLSS Leistung | ~78 | ~60 | GPU: Sehr hoch / VRAM: Hoch | Deutlich bessere Beleuchtung, aber Performanceverlust |
| 4K | 3840×2160 | Hoch | DLSS Leistung | ~62 | ~48 | GPU-Limit dauerhaft / CPU kein Limit | Spielbar, aber klar GPU-limitiert |






