The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered
Review

The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered

Pubisher: Bethesda Softworks • Developer: Bethesda Game Studios, Virtuos Games • Release: 22.04.2025
* Das Spiel wurde uns für das Review vom Publisher zur Verfügung gestellt
Vor gut einem Jahr hat das Remaster von The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered. Die Neuauflage des Rollenspiel-Klassikers von Bethesda Game Studios, umgesetzt zusammen mit Virtuos, bringt Cyrodiil technisch in die Neuzeit, ohne den leicht chaotischen Charme des Originals zu verlieren. Und genau dieser Spagat macht den Reiz aus. Wir durften uns das Spiel noch einmal auf dem PC ein Jahr nach dem Release ansehen und sind nach wie vor vom Spiel entzückt!

Vertraut, verbessert, immer noch herrlich schräg

Spielerisch bleibt das Grundgerüst praktisch identisch: Offene Welt, freie Charakterentwicklung, Fraktionen, unzählige Nebenquests. Wer das Original kennt, findet sich sofort zurecht. Neu sind allerdings einige Komfort-Verbesserungen: Sprinten, flüssigere Trefferanimationen und eine deutlich bessere Third-Person-Kamera sorgen dafür, dass Kämpfe weniger steif wirken. Das Kampfsystem bleibt zwar kein Action-Feuerwerk, fühlt sich aber endlich so an, als würde man wirklich mit einem Schwert zuschlagen – statt Luft zu verprügeln.

Das überarbeitete Levelsystem ist ein Highlight. Es kombiniert klassische Mechaniken mit moderneren Ansätzen, wie man sie aus The Elder Scrolls V: Skyrim kennt. Dadurch wird Progression nachvollziehbarer und weniger frustrierend als früher, wo falsche Skillwahl schnell zum Balance-Albtraum wurde.

Die Questqualität bleibt eine der größten Stärken. Vor allem die Gildenstränge - allen voran die Dunkle Bruderschaft - zeigen, warum Oblivion bis heute als Meister der Nebenquests gilt. Kreative Missionen, überraschende Wendungen und echte Entscheidungsfreiheit sorgen dafür, dass man sich ständig sagt: „Nur noch eine Quest“.

Ein gewaltiger Sprung nach vorn

Optisch ist das Remaster eine kleine Sensation. Beleuchtung, Vegetation, Gesichter und Texturen wurden komplett neu gebaut. Wälder wirken dichter, Städte lebendiger und Charaktermodelle endlich menschlich statt wachsig. Besonders Gesichter profitieren enorm: Hautstrukturen, Mimik und Details verleihen NPCs Persönlichkeit, statt sie wie generische Klone aussehen zu lassen.

Allerdings ist nicht alles perfekt. Gelegentlich flackern Schatten, manche Innenräume haben seltsame Lichtwerte und selten ploppen Objekte sichtbar ins Bild. Nichts davon zerstört das Spielerlebnis, aber man merkt, dass hier alte Technik unter der neuen Oberfläche arbeitet.

Ein Rollenspiel-Gigant bleibt ein Gigant

Am Umfang hat sich nichts geändert – und das ist gut so. Die Hauptstory rund um den ermordeten Kaiser, gesprochen von Patrick Stewart, ist solide Fantasykost. Die wahre Stärke liegt jedoch in der Welt selbst. Bücher, Dialoge und Orte erzählen Geschichten, die man nur entdeckt, wenn man sich Zeit nimmt.

Alle Erweiterungen sind direkt enthalten, wodurch man locker weit über 100 Stunden Spielzeit erreichen kann. Besonders die Add-ons sorgen für Abwechslung und zeigen, wie viel kreatives Potenzial schon damals in diesem Spiel steckte.

Features & Performance

Technisch läuft die PC-Version überwiegend stabil und skaliert gut mit moderner Hardware. Ladezeiten sind kurz, Framerate-Einbrüche selten. Trotzdem schleppen sich einige alte Bugs ins Remaster: NPCs bleiben hängen, Questskripte zicken gelegentlich. Veteranen werden schmunzeln, Neulinge vielleicht die Stirn runzeln.

Ein nettes Detail: Man kann bereits während der Installation mit der Charaktererstellung starten – perfekt für Ungeduldige und Kreativmonster.

Seit dem Release hat sich hinter den Kulissen ebenfalls einiges getan: Mehrere größere Updates haben spürbar an Stabilität und Komfort geschraubt, ohne den Kern des Spielerlebnisses anzutasten. Vor allem die ersten beiden Patches konzentrierten sich darauf, Quest-Blocker, Abstürze und kleinere Technikmacken auszumerzen, die zum Launch noch gelegentlich den Spielfluss störten. Gleichzeitig wurden Balance-Feinjustierungen und zusätzliche Schwierigkeitsoptionen ergänzt, wodurch sich das Abenteuer heute deutlich runder anfühlt als noch zum Start. Zwar merkt man stellenweise noch die alte Engine unter der modernisierten Oberfläche, insgesamt wirkt das Spiel nach einem Jahr Support aber merklich ausgereifter und angenehmer zu spielen, genau so, wie man es sich von einer gepflegten Remaster-Version erhofft.

🖥️ PC-Setup & Grafiksettings – Oblivion Remastered

Hardware

  • CPU: AMD Ryzen 7 7800X3D (8-Core)
  • GPU: NVIDIA GeForce RTX 5070 Ti
  • RAM: 32 GB DDR5 CL30 – 6000 MHz
  • Speicher: Samsung Evo SSD

Durchschnittliche FPS: 120


Grafik – Qualitätsprofil

  • Qualitätsgrad: Benutzerdefiniert
  • Sichtweitenqualität: Hoch
  • Effektqualität: Hoch
  • Pflanzenqualität: Hoch
  • Schattenqualität: Hoch
  • Globale Beleuchtungsqualität: Hoch
  • Texturqualität: Hoch
  • Spiegelungsqualität: Hoch

Erweiterte Grafikoptionen

  • Nachbearbeitungsqualität: Hoch
  • Haarqualität: Hoch
  • Stoffqualität: Hoch
  • Lumen Hardware Raytracing: Aus
  • Lumen Software RT – Qualität: Niedrig
  • Kantenglättung: TSR
  • Upscaling: DLSS
  • DLSS-Modus: Leistung
BenchmarkAuflösungPresetUpscaling / RTØ FPS1% LowSystem / AuslastungEindruck
Custom High1440pHoch (Custom)DLSS Leistung / RT Aus120~95Ryzen 7 7800X3D · RTX 5070 Ti · 32 GB DDR5Sehr flüssig, stabile Frametime
Ultra1440pUltraDLSS Qualität~95~72GPU: Hoch / CPU: MittelSehr scharfes Bild + stabile Frames
Raytracing On1440pHochLumen Hardware RT + DLSS Leistung~78~60GPU: Sehr hoch / VRAM: HochDeutlich bessere Beleuchtung, aber Performanceverlust
4K3840×2160HochDLSS Leistung~62~48GPU-Limit dauerhaft / CPU kein LimitSpielbar, aber klar GPU-limitiert

The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered

Zusammenfassung

Präsentation (Grafik)
95%
Gameplay
90%
Inhalt
95%
Preis / Leistung
85%

Fazit

Oblivion Remastered ist keine radikale Neuerfindung, sondern eine liebevolle Restaurierung. Es sieht aus wie ein modernes Rollenspiel, spielt sich aber bewusst wie ein Klassiker. Genau das ist seine größte Stärke – und seine größte Schwäche zugleich. Wer ein makelloses Next-Gen-RPG erwartet, wird die Ecken und Kanten bemerken. Wer hingegen ein riesiges, charmant unperfektes Fantasy-Abenteuer sucht, bekommt hier eines der besten seiner Art in der schönsten Version überhaupt.
Pro
+
Massive grafische Aufwertung mit moderner Beleuchtung und neuen Assets
+
Verbesserte Animationen und flüssigeres Kampffeedback
+
Überarbeitetes Levelsystem sorgt für bessere Progression
+
Enormer Umfang inklusive aller Erweiterungen
+
Kreative, abwechslungsreiche Nebenquests
+
Stabilere Performance auf moderner PC-Hardware
+
Charme und Eigenheiten des Originals bleiben erhalten
Contra
-
Gelegentliche Grafikglitches (Licht, Schatten, Pop-ins)
-
Kampfsystem trotz Verbesserungen nicht auf modernem Action-RPG-Niveau
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Hauptstory solide, aber weniger stark als viele Nebenquests
-
Technische Altlasten unter der Oberfläche spürbar
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