
Starship Troopers: Extermination Year 2
Stabilität & Performance
Einer der größten Kritikpunkte im ursprünglichen Review vom April 2024 betraf die technische Verfassung von Starship Troopers: Extermination, insbesondere auf Konsolen. Performance-Einbrüche, Abstürze und visuelle Fehler trübten damals das Spielerlebnis deutlich. Genau an diesen Schwächen hat Offworld Industries in den darauffolgenden Monaten intensiv gearbeitet. Über mehrere große Updates hinweg wurde die Performance spürbar stabilisiert, sowohl auf der Xbox Series X als auch auf der PlayStation 5.
Bereits frühere Patches verbesserten das Rendering, reduzierten Framerate-Drops beim Match-Start und optimierten Partikel- und Explosionseffekte, die zuvor häufig für kurze Ruckler sorgten. Spätere Updates konzentrierten sich zusätzlich auf Server-Stabilität und Matchmaking, wodurch Verbindungsabbrüche und inkonsistente Spielerlebnisse deutlich seltener auftreten. Auch die allgemeine Absturzrate wurde sichtbar gesenkt. Zwar erreicht das Spiel noch immer nicht die technische Politur eines vollwertigen AAA-Shooters, doch der Unterschied zum Launch-Zustand ist klar spürbar. Starship Troopers: Extermination spielt sich heute insgesamt deutlich runder und zuverlässiger als noch im Frühjahr 2024.
Neue Inhalte und Gameplay-Erweiterungen
Neben technischen Verbesserungen wurde das Spiel auch inhaltlich kontinuierlich erweitert. Besonders auffällig ist die Einführung dynamischer Umgebungen. Tag- und Nachtwechsel sowie unterschiedliche Wettereffekte wie Sand- oder Schneestürme sorgen nicht nur für mehr Atmosphäre, sondern beeinflussen auch das taktische Vorgehen im Einsatz. Sichtverhältnisse ändern sich, Verteidigungsanlagen müssen angepasst werden und selbst bekannte Missionen fühlen sich durch diese Systeme frischer an als zuvor.
Darüber hinaus wurde das Missionsdesign erweitert. Mit neuen Spielmodi wie „Critical Strike“ verlässt das Spiel stellenweise das reine Horde-Prinzip und setzt stärker auf klar definierte Missionsziele und strukturierte Einsatzphasen. Diese Abwechslung sorgt dafür, dass sich Matches weniger gleichförmig anfühlen und auch erfahrene Spieler neue Herausforderungen finden.
Auch auf Gegnerseite wurde nachgelegt. Neue Bug-Varianten und sogenannte Bug-Generäle erweitern das ohnehin schon umfangreiche Bestiarium. Diese Gegner bringen neue Angriffsmuster und Fähigkeiten mit sich, die das Team zwingen, seine Strategien anzupassen. Besonders in späteren Phasen eines Matches erhöhen diese neuen Gegnertypen den Druck spürbar und verhindern, dass sich feste Routinen zu sehr einschleifen.
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Ein weiterer wichtiger Schritt war die Überarbeitung des Spawn-Systems. Mit der Einführung eines sogenannten Director-Systems werden Bug-Wellen nun dynamischer und situationsabhängiger generiert. Dadurch wirken Angriffe weniger willkürlich und besser an den Fortschritt des Teams angepasst. Das Ergebnis sind fairere, aber zugleich spannendere Gefechte, die sich stärker anfühlen wie ein bewusst inszenierter Kriegseinsatz und weniger wie ein unkontrolliertes Bug-Chaos.
Was blieb, was wurde verbessert
Am grundlegenden Spielkonzept hat sich erfreulicherweise nichts geändert. Der Basenbau bleibt weiterhin ein zentrales Element von Starship Troopers: Extermination und unterscheidet das Spiel klar von anderen Koop-Shootern. Allerdings wurden viele dieser Systeme im Detail nachjustiert. Verteidigungsstrukturen sind besser ausbalanciert, Ressourcen-Management fühlt sich fairer an und der Spielfluss leidet weniger unter einzelnen Fehlentscheidungen.
Das kooperative Gameplay mit bis zu 16 Spielern bleibt weiterhin die größte Stärke des Titels. In Kombination mit neuen Waffen-Modifikationen, zusätzlichen Perks und variableren Missionsbedingungen ist der Wiederspielwert spürbar gestiegen. Die Schlachten fühlen sich heute taktischer und zugleich kontrollierter an, ohne dabei ihren chaotischen Charakter zu verlieren.
Trotz aller Verbesserungen ist das Spiel jedoch nicht vollkommen frei von Problemen. Auch im aktuellen Zustand treten vereinzelt Bugs auf, etwa kleinere UI-Fehler, Probleme mit Tutorials oder seltene Ungereimtheiten bei der Steuerung. Diese Punkte fallen allerdings deutlich weniger ins Gewicht als noch zum Release und beeinträchtigen das Gesamtbild nicht mehr dauerhaft.
Starship Troopers: Extermination – April 2024 vs. 2026
| Bereich | Stand April 2024 | Stand 2026 |
|---|---|---|
| Technische Stabilität | Häufige Abstürze, Performance-Einbrüche, Grafikfehler | Deutlich stabiler, Abstürze selten, konstante Performance |
| Performance (Xbox Series X) | Framerate-Drops bei großen Bug-Wellen und Effekten | Spürbar flüssiger, optimierte Effekte und besseres Rendering |
| Grafik & Präsentation | Funktional, aber kein AAA-Niveau | Verbesserte Atmosphäre durch Wetter- und Tageszeiten |
| Gameplay-Grundlagen | Solides Koop-FPS mit starkem Fokus auf Basenbau | Unverändert stark, besser ausbalanciert und flüssiger |
| Basenbau | Interessant, aber teils unübersichtlich | Verfeinert, besser erklärt und sinnvoller integriert |
| Gegner-KI & Spawns | Teils chaotisch und unfair wirkend | Dynamisches Director-System sorgt für fairere Gefechte |
| Gegner-Vielfalt | Solide Auswahl klassischer Bug-Typen | Zusätzliche Bug-Varianten und anspruchsvollere Gegner |
| Missionen & Modi | Fokus auf Horde-Gameplay | Neue Missionsarten und mehr strukturelle Abwechslung |
| Wiederspielwert | Stark vom Koop-Faktor abhängig | Deutlich erhöht durch Inhalte, Variationen und Systeme |
| Gesamteindruck | Gutes Spiel mit deutlichen Startproblemen | Rundes Koop-Erlebnis mit klaren Fortschritten |







